Fiona may schlankt für tv-abenteur ab und jagt jetzt ihre tochter zu gold

Die einstige Weitsprung-Weltmeisterin stand mit Patrick Stevens vor Kameras statt im Sandkasten – und verlor drei Kilo Körpergewicht. Nun lenkt sie den Blick wieder auf die Bahn: ihre 23-jährige Tochter Larissa greift bei den Hallen-Weltmeisterschaften in Torun nach Medaillen.

Ein olympiastrip mit koffer statt startblock

Die Reise beginnt wie ein altbekannter Wettkampf: Flug nach Fernost, Akklimatisierung, taktische Vorbereitung. Doch statt Weitsprung-Runway wartet diesmal indonesischer Dschungel. „Wir sind früher angereist, um den Jetlag zu ignorieren – genau wie vor großen Finals“, sagt May. Die Aufnahmen für Pechino Express laufen bereits, der Sieg steht indes noch in den Sternen. Zuschauer erleben die 53-Jährige ab morgen Abend auf Sky – schwitzend, fluchend, lachend.

Das Format forderte selbst gestählte Leistungssportler. „Ich wog hinterher drei Kilo weniger“, berichtet sie. „Essen und Schlaf wurden zur Mangelware.“ Der Vorteil: ein durchtrainierter Blick zurück auf die Leichtathletik. Ihr Fazit fällt vernichtend aus: „Die großen Sprünge bleiben aus, trotz neuer Materialien.“ Rekordjagend will sie Larissa nun live beweisen, dass Fortschritt nicht nur aus Nanotechnologie und Datenbrillen besteht.

Mutter als co-trainerin – per autostopp

Mutter als co-trainerin – per autostopp

Die Fahrt nach Polen plant May als spontanen Daumen-Trip. Patrick sieht das gelassen: „Er meint, nach Fernost sei jede deutsche Autobahn ein Kinderspiel.“ Für Larissa, aktuell mit 6,84 m Saisonbestweite, beginnt in Torun die nächste Medaillenstaffel. Mutter May schickt klare Botschaft mit: „Sie hat den Zeitplan selbst in der Hand – und ich habe gelernt, dass manche Wettkämpfe eben nicht nur im Stadion stattfinden.“

Ob die TV-Erfahrung weitere Karriereschritte nach sich zieht? May lacht. „Ich bleibe erst mal zu Hause, schließe die Tür und schaue nicht rein.“ Denn der größte Triumph liegt diesmal nicht vor, sondern hinter der Kamera: eine Familie, die sich im Dschungel neu kennengelernt hat – und eine Tochter, die jetzt beweisen soll, dass Weitsprung-Genetik kein Relikt der Neunziger ist.