Juve schlägt zu: erstes angebot für senesi liegt auf dem tisch
Die Zeit der heimlichen Telefonate ist vorbei. Juventus hat Marcos Senesi ein offizielles Angebot auf den Schreibtisch gelegt – und damit den ersten Schritt aus der Deckung gewagt.
Der argentinische Innenverteidiger läuft 2025 bei AFC Bournemouth aus, halb Europa lauert auf einen Nulltarif-Deal. In Turin will man jetzt vorlegen, bevor Roma, Atlético oder der FC Sevilla die Gehälter in die Höhe treiben. Die Summe, die da droht, ist kein Geheimnis: Beraterhonorar, Sign-on-Bonus, Netto-Gehalt – alles zusammen kann sich auf 25 Millionen Euro summieren, sollte eine Auktion entbrennen.
Comolli nutzt die stunde der entscheidung
Juve-CEO Cristiano Giuntoli und Sportdirektor Francesco Calvo haben das Papier bereits abgestempelt. Darin: ein Vierjahresvertrag bis 2028, ein Grundgehalt von 3,5 Millionen Euro netto plus leistungsabhängiger Boni. Kein Schnäppchen, aber ein klares Signal. Senesi soll künftig neben Bremer die Dreierkette schließen, Spalletti fordert einen zweiten Ballverteiler, der auch in der Länderspielpause nicht reist.
Der 27-Jährige hat die Serie-A-Spielweise im Blut, seine 86,3-prozentige Passquote in der Premier League spricht für sich. In Turin würde er die linke Halbposition übernehmen – genau die Stelle, an der Rugani und Danilo in dieser Saison immer wieder stockten. Die Zahlen sind eindeutig: Juve kassierte aus Spielaufbaufehlern bereits sieben Gegentore, nur Bochum und Almería lieferten in den Top-5-Ligen mehr ab.

Die konkurrenz schaltet wachsam
Roma hat bereits angefragt, Mourinho will Senesi als Ersatz für Smalling. Doch die Giallorossi müssen erst verkaufen, bevor sie den Zuschlag für 2024 planen. Juve dagegen kann sofort zahlen – und das weiß auch Berater Eugenio López. Er hat seinen Mandanten mitgeteilt, dass Turin die einzige Adresse ist, die ihm Champions-League-Fußball und eine langfristige Perspektive garantiert.
Die nächsten 14 Tage sind entscheidend. Läuft Senesis Vertrag Ende Juni aus, darf er ab 1. Juli mit jedem Klub un Vorvertrag unterschreiben. Dann wird der Preis nicht steigen – er wird explodieren. Juve will vor diesem Termin die Unterschrift, das Trainingslager in Pinzolo im Juli soll schon mit kompletter Abwehr starten.
Ein Transfer ist kein Luxus, sondern Notwendigkeit. Gleison Bremer schuftet sich seit Wochen mit 90-Minuten-Einsätzen ab, die Backup-Kette besteht aus einem 19-jährigen und zwei Verletzten. Wer den Scudetto will, kann sich keinen Ausfall leisten. Die Rechnung ist simpel: 15 Millionen Sign-on-Bonus sparen sich, wenn man jetzt zupackt – statt 40 Millionen in einem Jahr für einen Ersatz zu blechen.
Der erste Schritt ist gemacht. Nun liegt der Ball wieder bei Senesi – und bei den Zeitplänen seiner Mitbewerber. Wer zögert, verliert. In Turin tickt bereits die Stoppuhr.
