Aboukhlal fällt gegen parma aus – d’aversa bangt um comeback-lichtblick

Die linke Außenbahn bleibt beim FC Turin ein Sorgenkind. Zakaria Aboukhlal, 24, der seit drei Spielen wegen einer Kontusion im rechten Knie fehlt, absolviert weiter nur Sololäufe auf dem Trainingsrasen des Filadelfia-Zentrums. Gegen Parma am Freitag (29. Spieltag) rechnet Trainer Roberto D’Aversa nicht mit einem Einsatz des Marokkaners.

Knorpelproblem statt sommermärchen

Die medizinische Abteilung spricht vorsichtig von „einer Reizung der Kniescheibenregion“. Der Spieler selbst spürt bei jeder Richtungsänderung einen stechenden Schmerz. Die letzte volle Einheit liegt zwei Wochen zurück; seither wird nur im Kreis gedribbelt und mit der Physiotherapeutin einzelne Muskelketten aktiviert. Das Comeback sollte ursprünglich gegen Cagliari erfolgen – vertagt. Dann gegen Udinese – vertagt. Nun steht Parma vor der Tür, und wieder heißt es: abwarten.

Der Plan klingt einfach, ist es aber nicht: Stabilisation, Aufbau, Belastungstest. Dazwischen liegt aber ein englischer Woche-Zyklus, der keine Gnade kennt. Wer in Serie A unten drin steht, kann sich kein 0:4 in Florenze leisten, nur um einen Leistungsträger zu schonen. D’Aversus System lebt von Breite, aber auch von Tempo. Aboukhlal liefert beides, wenn er fit ist.

Fokus richtet sich auf das heimspiel gegen milan

Fokus richtet sich auf das heimspiel gegen milan

Insider berichten, dass der Coach den Flügelflitzer „maximal für die Partie gegen Milan“ einplant – und das auch nur, wenn das Knie bis dahen 100-Prozent-Reaktionen zeigt. Die nächste MRT-Kontrolluntersuchung steht für Montag an. Fällt die Entzündungszahl erneut zu hoch, rückt auch das Spitzenduell mit Stefano Piolis Rochade-Truppe in weite Ferne.

Ohne den Offensivmann kostet jedes Spiel der Granata Kraft. Sein Ersatzmann Seck setzt zwar Laufmeter, vermisst aber die letzte Pass-Genauigkeit. Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: In den 660 Minuten mit Aboukhlal auf dem Platz erzielte Turin 1,55 Tore je 90 Minuten; ohne ihn sinkt die Quote auf 0,9. Ein kleiner Unterschied mit großer Wirkung.

Für den Klub ist klar: Ein vorzeitiger Einsatz würde das Risiko einer Chronifizierung erhöhen – und damit die komplette Vorbereitung auf die Saison 2024/25 gefährden. Die Entscheidung fällt erst 24 Stunden vor Spielbeginn, doch die Tendenz ist längst gesetzt. Bis dahin heißt es für die Fans: Daumen drücken, dass der Knöchel mitspielt – und der Kader endlich wieder komplett ist.