Final-skandal: lemieux' foulspiel überschattet davoser niederlage

HC Davos musste am Samstagabend eine bittere 2:3-Niederlage gegen den HC Fribourg-Gotteron im ersten Finalspiel einstecken. Doch das Spiel wird vor allem durch einen umstrittenen Moment und ein unsportliches Verhalten in Erinnerung bleiben, das die Gemüter auf dem Eis zum Kochen brachte.

Ein vermeintlicher ausgleich, der nicht zählt

Die Davoser waren dem Ausgleichskorbsation denkbar nahe, als Brendan Lemieux das Eis zum Beben brachte und den Puck scheinbar im Netz versenkte. Die Freude währte jedoch nur kurz. Nach zweimaliger Videoanalyse entschieden die Unparteiischen, dass der Treffer aufgrund einer Torhüterbehinderung ungültig ist. Schiedsrichterexperte Nadir Mandioni erklärte via MySports, dass Matej Stransky mit seinen 100 Kilogramm Reto Berra im Tor massiv behindert habe. „Stransky sucht den Kontakt aktiv, verursacht ihn sogar. Berra liegt deshalb auf dem Rücken und ist dadurch nicht mehr in der Lage, seine Aufgabe zu erfüllen“, so Mandioni. Die Entscheidung war folgerichtig, auch wenn sie die Davoser Anhänger enttäuschte.

Lemieux

Lemieux' check: ein foul, das konsequenzen haben könnte

Noch schmerzlicher für Davos war jedoch ein später Check von Brendan Lemieux gegen Christoph Bertschy. Der Nordamerikaner kam mit voller Wucht an und traf Bertschy, der den Puck gerade abgegeben hatte, mit der Schulter am Kopf. „Für mich war der Check nicht sauber“, kommentierte Mandioni. Lemieux kassierte dafür eine 5-Minuten-Strafe plus einer Spieldauerdisziplinarstrafe. Diese Aktion wirft Fragen auf und könnte weitere Sanktionen nach sich ziehen. Es ist ein unschöner Schlusspunkt für einen Spieler, der kurz zuvor noch als potenzieller Held galt.

Emotionen kochen hoch: eine schlägerei als zugabe

Emotionen kochen hoch: eine schlägerei als zugabe

Die Spannung im Spiel war greifbar, und in der Schlusssekunde eskalierten die Emotionen endgültig. Es kam zu einer Schlägerei, bei der Filip Zadina und Simon Seiler jeweils 2 + 2 Minuten auf der Strafbank verbringen mussten. Die Auseinandersetzung war ein direktes Resultat der unsportlichen Aktion von Lemieux, die den bereits angespannten Abend krönte.

Die Niederlage ist bitter für Davos, aber die umstrittenen Szenen und das unsportliche Verhalten überschatten das Ergebnis. Der HC Fribourg-Gotteron hat das erste Finalspiel gewonnen, doch der Sieg fühlt sich durch die Ereignisse auf dem Eis getrübt an. Es bleibt abzuwarten, welche Konsequenzen Lemieux' Foulspiel haben wird und ob sich die Davoser in den kommenden Spielen von diesem Rückschlag erholen können. Die Serie ist noch lang, aber das erste Kapitel ist geschrieben: Ein Kapitel voller Spannung, Kontroverse und unsportlichem Verhalten.