Fernández: assen-podium war erreichbar – ktm-zukunft offen!

Assen – Raúl Fernández lässt das Silber beim MotoGP-Rennen in Assen nicht ohne gemischte Gefühle hinter sich. Der Spanier zeigte zwar eine starke Vorstellung und kämpfte um den Sieg, wurde aber letztendlich von der Strategie und dem Kampf mit Martín untergraben. Ein Podium ist gut, aber der Geschmack des Sieges war nah – und das ärgert.

Unsicherheit im kampf gegen martín

Fernández war sichtlich frustriert über den verlorenen Zeitanteil im Duell mit Martín. „Es war eine Schade, so viel Zeit mit Jorge zu verschwenden. Das Überholen hat mich gekostet.“, gab er zu. Besonders die Schwierigkeiten mit dem Motorbremsenkarten-Setup auf der rechten Seite des Kurses bereiteten ihm Kopfzerbrechen. Die anspruchsvollen Kurven, die für Überholmanöver entscheidend sind, lagen genau auf dieser Seite. Ein klareres Setup hätte ihn möglicherweise vor dem entscheidenden Angriff von Binder bewahrt.

Zukunftsmusik: ktm, tech3 und die verträge

Zukunftsmusik: ktm, tech3 und die verträge

Die Frage der Vertragsverlängerung lastet schwer auf dem jungen Spanier. „Ich weiß es nicht. Im Moment haben wir nichts Konkretes.“, erklärte Fernández. Sein Manager Paco Sánchez sei zwar aktiv, aber die Gespräche verlaufen zäh. Ein Wechsel zu Tech3, um wieder in die KTM-Familie zurückzukehren, ist ein Thema, über das der junge Pilot jedoch nicht sprechen wollte. „Wir kämpfen dieses Jahr um alles und sehen dann, was passiert.“, antwortete er ausweichend. Die Möglichkeit eines Comebacks bei KTM scheint zwar vorhanden, doch Fernández konzentriert sich im Moment auf die Gegenwart und die Leistung des Teams.

Schulterprobleme im rückblick – jetzt geht es besser

Schulterprobleme im rückblick – jetzt geht es besser

Fernández deutete an, dass er nach den Rennen in Thailand mit erheblichen Schulterproblemen zu kämpfen hatte. „Ich konnte die Maschine kaum halten.“, beschrieb er die Situation. Durch gezieltes Training mit seinem Betreuer scheint sich der Zustand jedoch deutlich verbessert zu haben. „Im Moment stört es mich nicht.“, betonte er. Die Verletzung scheint langsam auszuheilen, und er spürt mehr Kraft. Ein Rückfall ist unwahrscheinlich, und er blickt zuversichtlich in die letzten Rennen der Saison.

Die Leistung in Assen zeigt, dass Fernández das Potenzial hat, um ganz vorne mitzumischen. Es bleibt abzuwarten, ob er seine Chance nutzen und einen Vertrag für die nächste Saison sichern kann. Die Konkurrenz ist groß, aber sein Talent ist unbestreitbar. Die MotoGP-Szene wird genau beobachten, wie sich die Situation entwickelt und ob er sich den Traum vom Titel erfüllen kann.