Wm 2026: messi's weg ins finale – ein geschenk des loses?
Die Fußballwelt staunt: Argentinien, der amtierende Weltmeister, hat bei der WM 2026 eine verblüffend leichte Auslosung für die K.o.-Runde erwischt. Während andere Nationen vor einem Duell der Titanen erzittern, scheint der Weg für Lionel Messi und sein Team zum Titelgewinn erstaunlich glatt – zumindest auf dem Papier.

Die auslosung: ein segen für die 'selección'
Nachdem die Gruppenphase abgeschlossen ist, liegt der Turnierbaum vor uns, und er präsentiert ein überraschendes Bild. Deutschland, beispielsweise, könnte bereits im Achtelfinale gegen den ewigen Rivalen Frankreich antreten, doch Argentinien genießt ein deutlich komfortableres Los. Die argentinische Presse jubelt, denn die Chancen auf ein Halbfinale ohne allzu große Hürden stehen ausnahmslos gut.
Clarín, Argentiniens größte Tageszeitung, nannte die Auslosung „Anlass zur Hoffnung“. Das Eröffnungsspiel im Sechzehntelfinale gegen Kap Verde mag auf den ersten Blick leicht erscheinen, doch Spanien musste sich beim 0:0 Unentschieden bereits an dem vermeintlichen Außenseiter die Zähne ausbeißen. Was bedeutet das? Auch der Weltmeister sollte sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen.
Ein mögliches Achtelfinale gegen den Sieger der Partie zwischen Australien und Ägypten und ein Viertelfinale gegen Kolumbien, dessen Team in der Qualifikation gegen Argentinien immerhin Unentschieden spielte, könnten die nächste Herausforderung darstellen. Ghana oder die Schweiz/Algerien sind ebenfalls denkbare Gegner im Viertelfinale. The Athletic fragt daher zu Recht: „Hat der Weltmeister den perfekten Weg ins Halbfinale vor sich?“
Die große Frage: Wird Argentinien diese vermeintlich einfache Aufgabe nutzen, um sich in Topform zu präsentieren, oder wird die Selbstgefälligkeit zum Stolperstein?
Sollte Argentinien die ersten Hürden meistern, winkt im Halbfinale die Begegnung mit Rekordweltmeister Brasilien – ein südamerikanisches Duell der Superlative. Und selbst im Finale könnte es zur Neuauflage des WM-Finals von 2014 gegen Deutschland oder zu einem epischen Duell zwischen Messi und Cristiano Ronaldo kommen. Frankreich, der amtierende Vize-Weltmeister, würde Argentinien erst im möglichen Endspiel in die Quere kommen.
Die spanische Nationalmannschaft befindet sich auf der anderen Seite des Turnierbaums, was bedeutet, dass ein direkter Vergleich zwischen Messi und seinem Erzrivalen Cristiano Ronaldo erst im Endspiel möglich wäre.
Die Moral der Geschichte: Auch wenn die Auslosung für Argentinien wie ein Geschenk des Himmels wirkt, sollte man sich nicht täuschen lassen. Der Fußball ist unberechenbar, und selbst vermeintlich schwache Gegner können für Überraschungen sorgen. Die 'Selección' muss sich konzentrieren, fokussiert bleiben und ihr Können abrufen, um den Titel erfolgreich zu verteidigen.
