Fcz: hediger schießt nach ausgleichs-fiasko nach!

St. Gallen – Der FC Zürich hat gestern im St. Jakob-Park einen wichtigen Punkt gegen den FC St. Gallen liegen lassen. Doch es ist nicht nur das Unentschieden, das die Gemüter erhitzt. Coach Dennis Hediger ließ nach dem Spiel deutliche Worte finden, vor allem über die Leistung seiner eingewechselten Spieler.

Die erste halbzeit: zürich dominiert, st. gallen reagiert

Die erste halbzeit: zürich dominiert, st. gallen reagiert

Bis zur Pause präsentierte sich der FCZ von seiner besten Seite. „Wir wussten, dass Druck kommen wird, haben aber solidarisch verteidigt und waren in Umschaltsituationen gefährlich“, so Hediger im Gespräch mit blue Sport. Die Stürmer des FCZ überzeugten gegen die Innenverteidiger von St. Gallen, doch die Führung konnte nicht mehr erzielt werden. Das Spiel wogte, ohne dass ein Tor fiel.

Doch nach dem Seitenwechsel kippte die Partie. St. Gallen übernahm das Kommando und drängte auf die Führung. Die zuvor so stabile Defensive des FCZ wirkte plötzlich anfällig. Das Heimteam nutzte die Gunst der Stunde und traf schließlich zum 2:1.

Der entscheidende Unterschied: Die Bank

Was das Spiel letztendlich entschied, war die Fähigkeit, von der Bank zu kommen und zu punkten. Alessandro Vogt, der eingewechselte St. Galler, markierte das entscheidende Tor. Bei den Zürchern hingegen blieb die Bank weitgehend stumm. „Es geht darum, dass Spieler, die von der Bank kommen, den Unterschied machen können“, betonte Hediger. „Den Eingewechselten muss bewusst sein, dass ihr Stellenwert trotz der Jokerrolle sehr hoch ist – auch wenn du frustriert bist. Du kannst auch der Held sein, obwohl du nur zwanzig Minuten spielst.“ Nur Hodza und Kablan zeigten nach ihren Einwechslungen sehenswerte Aktionen.

Hediger ließ wenig Zweifel daran, dass die eingewechselten Spieler mehr hätten leisten müssen. Die Tatsache, dass der FCZ trotz des komfortablen Vorsprungs von zehn Punkten vor den Abstiegsplätzen nicht über sich hinaus spielte, schmerzt zusätzlich. Die letzten acht Partien konnten lediglich zwei gewonnen werden – ein Alarmsignal für den weiteren Verlauf der Saison.

„Nach der Pause haben wir keine Tiefe mehr ins Spiel gebracht. Die, die reingekommen sind, hätten uns nochmals Energie geben sollen, aber das ist leider nicht passiert“, kritisierte Hediger. Die Leistung der Bank wirft Fragen auf und deutet darauf hin, dass an der Kaderzusammenstellung und der taktischen Ausrichtung des FCZ noch gearbeitet werden muss. Ob Hediger nun personelle Konsequenzen zieht, bleibt abzuwarten.

Die Chance von YB, im Rennen um Europa noch eine Rolle zu spielen, ist nun definitiv vertan. Der FC Zürich muss sich nun auf die kommenden Aufgaben konzentrieren und seine Hausaufgaben machen, um den Abstand zu den Verfolgern zu halten.