Fc bayern: augenthaler beendet seine ära nach 46 jahren!

München – Ein Stück FC Bayern-Geschichte geht zu Ende: Klaus Augenthaler, 68, tritt nach unglaublichen 46 Jahren im Dienste des Rekordmeisters zurück. Der ehemalige Libero und WM-Held von 1990, der den Verein als Spieler, Trainer und Repräsentant prägte, nimmt Abschied – und hinterlässt eine Lücke, die kaum zu füllen sein wird.

Die fahrerei wurde zu viel: augenthaler erklärt seinen rücktritt

Die fahrerei wurde zu viel: augenthaler erklärt seinen rücktritt

„Ich habe lange darüber nachgedacht“, gestand Augenthaler der „Münchner Abendzeitung“. „Aber irgendwann muss auch mal Schluss sein. Ich nähere mich meiner 70 und die ständigen Fahrten sind einfach zu anstrengend geworden.“ Es ist das Ende einer Ära, die mit dem Aufstieg in die Profimannschaft 1976 begann, nachdem er zuvor bei Bayern II überzeugt hatte. 551 Spiele für die erste Mannschaft, sieben Meistertitel, drei DFB-Pokale und der Gewinn der Weltmeisterschaft 1990 – eine Bilanz, die für sich spricht.

Doch Augenthaler denkt auch an seine Familie. „Ich lasse alles auf mich zukommen“, erklärte er. „Ich werde dem FC Bayern treu bleiben und bei Legendenspielen dabei sein. Aber jetzt habe ich mehr Zeit für meine Frau und meinen kleinen Sohn Maximilian, der begeistert Fußball spielt.“ Der Nachwuchs kam spät im Leben – mit 62 Jahren erblickte Maximilian das Licht der Welt, ein weiterer Grund, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Ein Moment, der in die Geschichte einging: Auch wenn seine Trainerkarriere nicht immer von Triumphen geprägt war, bleibt einem VfL Wolfsburg-Fan die legendäre 42-Sekunden-Pressekonferenz in Erinnerung, in der Augenthaler selbst die Fragen stellte und beantwortete – eine geniale Geste, die ihn zu einer Kultfigur machte.

Die Wertschätzung für den ehemaligen Nationalspieler (27 Länderspiele) reicht weit über die Grenzen Deutschlands hinaus. Augenthaler erhält weiterhin Autogrammbriefe, teils sogar aus China. „Es ist eine Ehre, dass die Leute an mich denken und meine Leistungen würdigen“, so Augenthaler.

Ob er sich nun noch alte Videos anschaut? „Ich habe schöne Erinnerungen, aber ich muss mir nicht mehr stundenlang alte Aufnahmen ansehen. Ab und zu bekomme ich über WhatsApp ein Video von einem Tor, das finde ich aber sehr nett.“

Klaus Augenthaler verlässt den FC Bayern mit dem Respekt eines Giganten. Sein Vermächtnis wird weiterleben – in den Herzen der Fans und in den Geschichtsbüchern des deutschen Fußballs. Ein Abschied, der zeigt: Auch Legenden ruhen sich irgendwann aus.