Fabregas: napoli-como? eine zerreißprobe für die jungen ambitionen
Genoa – Cesc Fabregas, der junge Trainer von Como 1907, hat vor dem brisanten Duell gegen Napoli im Luigi Ferraris Stadion die Karten offen gelegt. Seine Einschätzung der Situation und die Einblicke in die Trainingsarbeit lassen erahnen, dass Como sich keinesfalls auf ein Selbstmitleid einlassen wird, sondern den Kampf annehmen will. Doch neben dem taktischen Fokus offenbaren sich auch tieferliegende philosophische Überzeugungen des ehemaligen Weltklassespielers.
Die herausforderung napoli: mehr als nur ein gegner
Fabregas unterstreicht die Schwierigkeit, gegen eine Mannschaft wie Napoli anzutreten, die trotz zahlreicher Verletzungen und Personalkrisen weiterhin auf einem hohen Niveau agiert. Er würdigt die Arbeit von Trainer Antonio Conte, der es geschafft hat, die Mannschaft trotz der Widrigkeiten konstant zu performen. "Napoli ist in den letzten Jahren enorm gewachsen," so Fabregas, "und die Erwartungen sind entsprechend hoch." Die Begegnung wird daher als eine weitere „wichtige Partie“ im Saisonverlauf betrachtet, die den Charakter und die mentale Stärke des Teams herausfordern wird.
Doch Fabregas blickt auch auf die eigene Mannschaft. Verletzungen haben auch Como schwer getroffen, insbesondere Sergi Roberto, der nicht das volle Pensum trainieren konnte. Vojvoda hingegen ist wieder im Training. Nur Addai fällt aus, ansonsten steht das Team zur Verfügung. Das Motto lautet: „Eine schöne, offensive Partie gegen eine Mannschaft mit großer Mentalität.“

Schiedsrichter, mentalität und der einfluss von conte
Die Diskussion um Schiedsrichterentscheidungen ist ein ewiges Thema im Fußball, so Fabregas. Er betont, dass er nicht an böswilligen Absichten zweifelt, sondern die unterschiedlichen Qualitätsstufen bei den Unparteiischen akzeptiert. Seine eigene Entwicklung als Trainer hat ihn gelassener gemacht: „Je ruhiger ich am Spielfeldrand bin, desto offener ist der Schiedsrichter für ein Gespräch.“ Er plädiert für einen gemeinsamen Nenner, bei dem alle Beteiligten Verantwortung übernehmen. Das Ziel ist, dass der Schiedsrichter seine Aufgabe erfüllt und das Spiel nicht dominiert.
Ein besonderer Punkt ist der Einfluss von Antonio Conte auf Fabregas’ eigene Trainerphilosophie. "Ich erinnere mich an die zwei Jahre bei Conte. Es war hart, sehr fordernd, aber ich habe unglaublich viel gelernt," gesteht Fabregas. Er hat Contes Intensität und körperliche Anforderungen übernommen, will diese aber auf seine eigene Art und Weise in das Spiel integrieren. Die körperliche Vorbereitung, die bei Conte 4-5 Monate dauerte, ermöglichte es Fabregas, im Dezember bereits auf höchstem Niveau zu agieren.
Sergi Roberto als Trainer? Fabregas sieht in ihm ein großes Potential: „Er hat die richtige Denkweise, die eines Spielers. Es ist ein anderer Job, und man muss sich anpassen.“ Die Tür für ihn und weitere ehemalige Spieler steht offen.

Die zukunft von como und die inspiration durch psg-bayern
Fabregas relativiert die Ambitionen für die Champions League: „Ich antworte nicht auf Fragen zur Champions League.“ Er betont die Notwendigkeit, von Spiel zu Spiel zu denken und die Lage realistisch einzuschätzen. Die Analyse der hochspannenden Partie zwischen PSG und Bayern München hat ihn beeindruckt: „Ich habe das beste Spiel meines Lebens gesehen. Es war eine Offenbarung, wie der moderne Fußball aussehen kann.“ Er will diese Erkenntnisse in das Training integrieren und seinen Spielern vermitteln, wie Top-Spieler auf höchstem Niveau agieren.
Die Beobachtung der Top-Mannschaften dient als Inspiration, aber Fabregas betont, dass Como seinen eigenen Weg gehen muss. Er hat ein Video mit seinen Offensivspielern erstellt, um die Spielweise von PSG und Bayern zu analysieren und daraus zu lernen. „Wir müssen immer versuchen, von den Besten zu lernen, auch wenn wir in einem kleinen Verein spielen.“ Die Mentalität, die er bei Como fördern möchte, ist geprägt von Mut, Entschlossenheit und Teamgeist. Es geht darum, mehr zu laufen als der Gegner und immer bis zum Schluss zu kämpfen.
