Europa league heute um 16.30 uhr: braga vs. ferencváros – warum der kick schon am mittwoch rollt

Mit dem Schlusspfiff von Braga gegen Ferencváros um 16.30 Uhr beginnt heute schon der Europapokal-Wahnsinn – und das, obwohl doch eigentlich erst morgen Europa-League-Tag ist. Die Uefa hat die Achtelfinal-Partie auf Mittwoch verlegt, weil 50 Kilometer weiter in Porto gleichzeitig der VfB Stuttgart spielt. Drei deutsche Gesichter stehen in Braga auf dem Platz, ein vierter sitzt in Budapest weitgehend stumm auf der Bank.

Warum braga und ferencváros heute schon ran müssen

Porto und Braga teilen sich nicht nur die Autobahn A3, sondern auch das Flughafen-Terminal. Hätten beide Teams am selben Tag gespielt, wäre die Sicherheitslage rund um den Flughafen Franco Sá Carneiro explodiert – Stuttgarter und Budapester Fans hätten sich in den Hallen gedrängt. Die Uefa lenkte deshalb den Ungarn-Kick nach vorn, auf einen Zeitpunkt, an dem die Champions League noch schläft und die Konkurrenz um TV-Slots geringer ist.

Die Folge: ein Fußball-Mittagsschoppen, der nur auf RTL+ zu sehen ist. Wer nicht zahlt, sieht nichts – das Free-TV darf zuschauen, wie der Paywall-Vorhang heruntergeht. Die Konferenzschaltung startet erst morgen Abend, heute gibt es Braga gegen Ferencváros als Einzelspiel, exklusiv, abgeschottet, mittags.

Deutsche spuren auf beiden seiten

Deutsche spuren auf beiden seiten

Bright Arrey-Mbi lief einst für die Bayern-Amateure auf, Rodrigo Zalazar träumte in Gelsenkirchen vom Sprung zur Königsklasse, Florian Grillitsch absolvierte 250 Bundesliga-Spiele für Hoffenheim und Bremen. Alle drei stehen heute für Braga auf dem Rasen. Auf der Gegenseite hockt Naby Keita, 31, ehemals Leipzigs Mittelfeld-Motor und Bremer Teuer-Fehler, meist nur auf der Bank. Trainer Robbie Keane lässt ihn seit Wochen schmoren – im Hinspiel blieb der Guineer ganz draußen.

Dort gewannen die Ungarn 2:0, drehten die Rollen komplett um. Braga, direkt als Gruppensechster qualifiziert, galt vor einer Woche noch als Favorit. Jetzt muss die portugiesische Seite vor heimischem Publikum zwei Tore aufholen, sonst fliegt der Europa-Traum schon im Achtelfinale.

Für den Sieger winkt das Viertelfinale gegen Betis oder Panathinaikos – und vielleicht später ein Duell mit dem SC Freiburg, sollten die Breisgauer ihr Halbfinale erreichen. Die Uefa hat die Karten neu gemischt, der Zeitplan rast, und irgendwo zwischen Porto und Braga sitzen bereits die nächsten Fans am Flughafen und warten auf den Abflug in die nächste Runde.