Eulen ludwigshafen sichern sich zepp: 19-jähriger unterschreibt bis 2027

Die Eulen Ludwigshafen haben ihrem jungen Wildfang den Job auf Probe verliehen: Frederik Zepp, erst 19 Jahre alt, kassiert einen Drei-Jahres-Vertrag und springt damit direkt aus dem Perspektivkader in den Profi-Alltag der 2. Handball-Bundesliga.

Der Rückraumspieler unterschrieb am Montag, wenige Stunden nachdem die Eulen ihren 37:33-Sieg gegen Dormagen über die Bühne gebracht hatten – ein Kurzeinsatz in diesem Spiel war Zepps Vorgeschmack auf die Zukunft. „Freddy ist kein Rohdiamant mehr, er glänzt schon“, sagt Trainer Michael Haaß, der den Linkshänder seit der A-Jugend-Bundesliga beobachtet. „Er ballert aus neun Metern mit beiden Beinen in der Luft, trifft die Ecke und bleibt dabei ruhig wie ein Banker am Donnerstagnachmittag.“

Zepp folgt dem muster de hooge und müller

Zepp folgt dem muster de hooge und müller

Mit dem Engagement setzen die Pfälzer ihre Strategie fort, Talente aus dem eigenen Nachwuchs statt aus teuren Transfermarkt-Deals zu schöpfen. Lenny de Hooge und Tilo Müller gingen vor ihm denselben Weg – beide mittlerweile Leistungsträger. Zepp absolvierte seine ersten Handball-Stunden beim TV Rheingönheim, wechselte zur TSG Mutterstadt und landete schließlich im Nachwuchsleistungszentrum der Eulen. Dort büffelte er Taktik, Videoanalysen und Kraft, bis die Nationalmannschaft ihn für die U-19-Jugend berief.

Vertraglich ist der neue Profi zunächst bis Sommer 2027 gebunden. Die Klauseln bleiben geheim, doch intern ist man sich sicher: Sollte Zepp sich so schnell weiterentwickeln wie in den vergangenen zwölf Monaten, könnte er schon in der kommenden Saison zweistellige Einsatzminuten sammeln. „Wir reden hier nicht von einem Notnagel, sondern von einem geplanten Bauplan“, erklärt Haaß. „Wenn er in zwei Jahren über 50 Tore wirft, würde mich das nicht überraschen.“

Ludwigshafen steht auf Platz 14 – zu wenig für Aufstiegsträume, zu viel für Abstiegsangst. Genug Raum also, um jungen Kräften Spielzeit zu gönnen. Zepp selbst brennt: „Ich will beweisen, dass sich harte Arbeit auszahlt, nicht nur auf dem Papier.“ Die Rechnung der Eulen: Je schneller Zepp liefert, desto schneller steigt der Marktwert – und der Klub kann wieder ein Ausbildungsgeschäft abschließen, das sich sehen lassen kann.