Ester ledecka: olympia-träume in cortina, erfolge und frühe erinnerungen
Ester ledecka blickt vor olympia in mailand cortina zurück
Die tschechische Ausnahmeathletin Ester Ledecka hat große Ambitionen für die Olympischen Spiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo (ab 6. Februar). Nach ihrem sensationellen Doppelsieg bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang 2018, wo sie Gold in der Abfahrt und im Parallel-Riesenslalom im Snowboard gewann, muss sie jedoch einen Schicksalsschlag hinnehmen. Die ursprünglich geplante Teilnahme an beiden Disziplinen in Cortina und Livigno ist nicht möglich.
Enttäuschung und anpassung
"Ich habe so hart gekämpft, wie ich konnte. Die Entscheidung wurde getroffen, das Programm nicht zu ändern", erklärte Ledecka im exklusiven Interview mit Eurosport. Sie muss sich damit abfinden, dass sie an beiden Wettkämpfen am 8. Februar nicht teilnehmen kann. Die Damen-Abfahrt findet in Cortina statt, während der Parallel-Riesenslalom in Livigno, etwa 230 Kilometer entfernt, ausgetragen wird. Die 30-Jährige ist qualifiziert, aber die zeitliche Überschneidung macht eine Teilnahme unmöglich.

Hoffnung auf wetterchaos
Trotz der Enttäuschung gibt Ledecka die Hoffnung noch nicht auf. Sie hofft auf schlechtes Wetter und eine mögliche Verschiebung der Abfahrt. "Sollte das Wetter schlecht sein und sie die Abfahrt verschieben müssen, könnte ich doch dabei sein. Snowboard kann man bei fast allen Bedingungen durchbringen. Es gibt zumindest eine Chance", sagte sie hoffnungsvoll. Bei guten Wetterbedingungen konzentriert sie sich zunächst auf das Snowboarden.

Fokus auf snowboard und super-g
Bei guten Wettervorhersagen liegt ihr Fokus zunächst klar auf Snowboard, kündigte die dreimalige Olympiasiegerin an. Erst danach werde sie alles nach Cortina verlegen, wo am 12. Februar noch der Super-G für Ledecka ansteht. Um für diesen Wettkampf gerüstet zu sein, würde sie gerne eines der Abfahrtstrainings absolvieren.
Erinnerungen an den magischen moment 2018
Einen ähnlichen Erfolg wie 2018 würde sie als deutlich erfahrenere Athletin "anders genießen". "Es war ein magischer Moment. Ich glaube, dass noch viele solcher Momente vor mir liegen", so Ledecka. Sie ist froh, auch vier Jahre später in Peking bewiesen zu haben, dass sie in beiden Sportarten noch zu den Besten zählt. Dort gewann sie erneut Gold im Snowboard.
Formkurve zum richtigen zeitpunkt
Im Super-G beim Weltcup in Tarvisio vor zwei Wochen fuhr die 30-Jährige, die letztes Jahr WM-Bronze in der Abfahrt gewann, erstmals seit zwölf Monaten wieder aufs Podest. Die Formkurve steigt zum rechten Zeitpunkt. Ihre genauen Ziele für Olympia wollte sie jedoch nicht verraten. "Wenn man sagt, man möchte hinfahren und alles gewinnen, klingt man wie ein Angeber. Wenn man dann scheitert, ist jeder enttäuscht. Ich behalte meine Ziele für mich. Ich hoffe, es gibt einige Überraschungen.", so Ledecka.
Olympia als kindheitstraum
Schon als kleines Mädchen träumte Ester Ledecka von einer olympischen Medaille. "Als ich fünf Jahre alt war, habe ich zu meiner Mutter gesagt, dass ich Goldmedaillen im Snowboard und Ski nach Hause bringen werde", erzählte sie. Die Unterstützung ihrer Familie war dabei entscheidend. Ihr Großvater war Eishockeyspieler und ebenfalls olympischer Medaillengewinner. Sie spielte als Kind oft mit seiner Medaille.
Ausblick auf mailand cortina 2026
In wenigen Wochen könnte Ester Ledecka ein weiteres Edelmetall zu ihrer Sammlung hinzufügen. Sie arbeitet daran, in technischen Details noch schneller zu werden und ihre Trainingsleistungen in die Rennen mitzunehmen. Die Vorfreude auf die Olympischen Spiele in Mailand Cortina 2026 ist groß.
