Eric reibe und uconn stürmen ins final four der march madness

Eric Reibe ist im Märzwahnsinn angekommen. Der deutsche Center hat mit den UConn Huskies in der Nacht zum Montag das Unmögliche möglich gemacht: Titelfavorit Duke Blue Devils wurde mit 73:72 aus dem Turnier gefegt – 0,4 Sekunden vor der Schlusssirene, durch einen Dreier von Braylon Mullins aus über zehn Metern. Spektakulärer geht es kaum.

Der wurf, der alles entschied

Mullins' Dreier war kein Glückstreffer, er war ein Herzstillstand in Slow Motion. Duke, angeführt von Cameron Boozer – dem heißesten Namen im kommenden NBA-Draft – stand bereits mit einem Bein im Halbfinale. Dann kam dieser Wurf. Reibe selbst kam in sieben Minuten Einsatzzeit auf zwei Punkte, einen Rebound und einen Assist. Keine Explosion, aber solide Arbeit vom Rand – und am Ende zählt nur das Weiterkommen.

Deutsche spuren im amerikanischen collegebasketball

Deutsche spuren im amerikanischen collegebasketball

Was Reibe gerade erlebt, haben vor ihm nur wenige Deutsche geschafft. Niels Giffey gewann mit UConn vor zwölf Jahren den Titel – damals an der Seite von Leon Tolksdorf, und bereits 2011 zusammen mit Enosch Wolf. Noch weiter zurück liegen die Triumphe von Henrik Rödl mit North Carolina (1993), Christian Ast mit Duke (1991 und 1992) sowie Magnus Pelkowski mit Indiana (1987). Eine stille, beeindruckende Geschichte deutscher Basketballexporte in den USA.

Reibes Teamkollege Dwayne Koroma blieb gegen Duke ohne Einsatzminuten. Im zweiten Halbfinale trifft Ivan Kharchenkov – U18-Europameister 2024 – mit den Arizona Wildcats auf die Michigan Wolverines, die Tennessee mit 95:62 regelrecht zerlegt haben. Für Malick Kordel von Michigan gab es erneut keine Spielzeit.

Was am osterwochenende in indianapolis wartet

Was am osterwochenende in indianapolis wartet

Das Final Four steht. In der Nacht zum Ostersonntag treffen Reibe und UConn auf die Illinois Fighting Illini. Indianapolis wird zur Bühne, Millionen Augen kleben an den Bildschirmen. Die March Madness ist kein gewöhnliches Turnier – 64 Teams starteten, vier sind übrig. Wer hier steht, hat sich das Recht erkämpft, von einem Titel zu träumen.

UConn weiß, wie das geht. Die Huskies sind Titelverteidiger, sie kennen den Weg. Und Eric Reibe ist mittendrin – ein 19-jähriger Deutscher, der gerade dabei ist, seine eigene Seite in diesem langen Kapitel zu schreiben.