Ekitiké kehrt zurück nach paris – vom liverpool-star zum psg-neuzugang

Ein Rückkehrer, der Fragen aufwirft: Hugo ekitiké, der französische Stürmer, der einst beim Paris Saint-Germain scheiterte, ist nun zurück im Parc des Princes. Doch diesmal nicht als Hoffnungsträger, sondern als vermeintliche Notlösung, die Liverpool für rund 95 Millionen Euro abgegeben hat – ein bemerkenswertes Kapitel im Fußballgeschäft.

Ein kurzes gastspiel in der französischen hauptstadt

Ein kurzes gastspiel in der französischen hauptstadt

Erinnern Sie sich? 2021 kam ekitiké mit großem Tamtam zu PSG, nur um in der starren Hierarchie von Messi, Neymar und Mbappé unterzugehen. Luis Enrique, der damalige Trainer, schenkte ihm kaum Einsatzzeit, lediglich neun Minuten wurden dem jungen Angreifer gewährt. Die Erkenntnis war schnell getroffen: Paris war nicht der richtige Ort für ekitiké.

Ein Leihgeschäft führte ihn nach Frankfurt, wo er unter Adi Hütter zu alter Stärke zurückfand. Der Eintracht, bekannt für seine Fähigkeit, talentierte Spieler zu entwickeln – denken wir an Haller, Jovic oder Kolo Muani – erkannte Ekitikés Potential und ließ ihn aufblühen. 26 Tore und 14 Assists in 64 Spielen sprechen eine deutliche Sprache.

Ein Transfer-Poker mit überraschendem Ausgang

Liverpool schnappte sich ekitiké im vergangenen Sommer für 30 Millionen Euro, ein Preis, der angesichts seiner bisherigen Leistungen durchaus angemessen schien. Doch die Erwartungen blieben unerfüllt. Verletzungen und die Konkurrenz mit Darwin Núñez bremsten seinen Aufstieg. Nun, nur ein Jahr später, schickt Liverpool ihn zurück nach Paris – für den fast dreifachen Preis. Ein Geschäft, das Markus Krösche, den Sportdirektor von Eintracht Frankfurt, als „ein rundes Geschäft“ bezeichnete.

Luis Enrique hatte ekitiké bereits vor seinem Abgang gelobt und seine Entwicklung in Deutschland hervorgehoben. „Er war sehr jung, als er hier war, und hat sich viel verbessert.“, so der Coach. Vitinha, ein Mitspieler aus der damaligen Zeit, zeigte sich geduldig und betonte Ekitikés Qualitäten, räumte aber ein, dass der Zeitpunkt in Paris nicht optimal war.

Ekitiké selbst blickt positiv auf seine Zeit in Paris zurück: „Es war eine Lernphase in meiner Karriere. Ich bin ein erfahrenerer Spieler geworden.“ Seine Leistungen beim Eintracht Frankfurt und bei Liverpool haben ihn zum Nationalspieler Frankreichs gemacht, wo er bereits bewiesen hat, was er kann.

Die Frage, die nun in Paris im Raum steht, ist: Kann Ekitiké nun endlich sein Potential entfalten? Die Konkurrenz ist groß, und die Erwartungen sind hoch. Seine bisherige Bilanz bei Liverpool – 17 Tore und sechs Assists in einer von Verletzungen geprägten Saison – zeigt, dass er durchaus torgefährlich ist. Doch er muss sich beweisen, dass er auch in der Champions League überzeugen kann, wo er bisher nur drei Tore erzielt hat, obwohl die Datenanalyse zeigt, dass er eigentlich sechs hätte markieren sollen. Seine zahlreichen vergebenen Chancen (zehn, auf Augenhöhe mit Vinicius und Gyökeres) deuten darauf hin, dass er noch an seiner Effizienz arbeiten muss.

Dennoch ist Ekitiké mehr als nur ein Torschütze. Seine Fähigkeit, auf den Flügel zu ziehen, seine Intelligenz im Spiel und seine technische Finesse machen ihn zu einem vielseitigen Angreifer, der das Spiel von PSG bereichern könnte. Kylian Mbappé, der einst mit ihm zusammenspielte, bezeichnete ihn als einen der besten Spieler, mit denen er je gespielt hat. Ein starkes Statement, das Ekitikés Potential unterstreicht.

Obwohl Ekitiké keine Rachegefühle hegt, wird er zweifellos zeigen wollen, was er in einer Liga kann, die ihm einst die Tür zuschlug. Sein Wechsel zum Liverpool war zwar teuer, aber für PSG könnte er der Schlüssel zum Erfolg sein – oder ein weiterer teurer Fehltransfer. Die Zeit wird es zeigen.