Ekitiké kehrt zurück nach paris: vom bundesliga-juwel zum liverpool-angreifer

Paris staunt. Hugo Ekitiké, der junge Stürmer, der einst beim PSG scheiterte, steht nun vor einer neuen Chance in der französischen Hauptstadt. Doch der Weg dorthin führte über eine überraschende Station in Deutschland und eine spektakuläre Ablösesumme bei Liverpool – eine Geschichte von verpassten Gelegenheiten, schneller Entwicklung und dem unbändigen Willen, sich zu beweisen.

Ein früher fehlstart im parc des princes

Ein früher fehlstart im parc des princes

Erinnern Sie sich? 2021 unterschrieb Hugo Ekitiké seinen ersten Profivertrag beim Paris Saint-Germain, nur um dann fast sofort wieder verliehen zu werden. Ein Trio aus Messi, Neymar und Mbappé schien den jungen Angreifer zu überlagern, und Ekitiké fand kaum eine Chance, sich im Schatten der Superstars zu beweisen. Luis Enrique, der Trainer des PSG, gab ihm lediglich neun Minuten Einsatzzeit, bevor er ihn ein halbes Jahr später an Eintracht Frankfurt verlieh.

Und hier begann die eigentliche Erfolgsgeschichte. Frankfurt bewies einmal mehr, dass sie ein Händchen für die Entwicklung talentierter Spieler haben. Wie schon Haller, Jovic, Kolo Muani und Marmoush blühte auch Ekitiké unter der Leitung von Trainer Oliver Glasner auf. In 64 Spielen für die Frankfurter erzielte er 26 Tore und bereitete 14 weitere vor – eine beeindruckende Bilanz, die aufhorchen ließ.

Ein Transfercoup für Liverpool

Der Erfolg in Frankfurt blieb nicht unbemerkt. Im vergangenen Sommer schnappte sich Liverpool Ekitiké für eine stolze Ablösesumme von 95 Millionen Euro. Ein neuer Rekordtransfer für die Reds, der jedoch von einigen Experten mit Skepsis betrachtet wurde. Die Konkurrenz mit Darwin Núñez und Cody Gakpo schien groß, und die Integration in das Team von Jürgen Klopp gestaltete sich schwierig.

Trotzdem zeigte Ekitiké auch in Liverpool immer wieder seine Qualitäten. Mit 17 Toren und sechs Vorlagen in seiner ersten Saison bewies er sein Torinstinkt und seine Schnelligkeit. Und nun kehrt er als Spieler von Liverpool nach Paris zurück – ein Duell, das nicht nur für ihn persönlich, sondern auch für den gesamten Verein eine besondere Bedeutung hat.

Luis Enrique, der ihn einst abwerten ließ, äußerte sich vor dem Spiel: „Normalerweise spreche ich nicht über Spieler, die nicht für PSG spielen. Aber Ekitiké hat sich in Deutschland und bei Liverpool sehr gut entwickelt. Er ist jetzt Nationalspieler und hat viel dazugelernt. Er war damals noch sehr jung.“ Vitinha, ein Mitspieler aus der Zeit in Paris, ergänzte: „Er hat viele Qualitäten. Aber es war nicht der richtige Kontext für ihn. Hoffen wir, dass er morgen nicht in Topform ist.“

Mehr als nur Tore: Ein vielseitiger Angreifer

Ekitiké ist mehr als nur ein Torjäger. Seine Fähigkeit, auf den Flügel auszuweichen, seine Intelligenz im Spiel und seine technische Finesse machen ihn zu einem kompletten Stürmer. Deschamps, der französische Nationaltrainer, sieht in ihm den idealen Partner für Kylian Mbappé. „Er ist einer der interessantesten Angreifer auf dem Markt“, bestätigte auch Markus Krösche, der Sportdirektor von Eintracht Frankfurt, als Liverpool den Spieler verpflichtete.

Ob Ekitiké nun beim PSG den Durchbruch schafft, der ihm vor zwei Jahren verwehrt blieb, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Er ist ein Spieler, der für Überraschungen gut ist. Und er hat etwas zu beweisen. Seine Rückkehr nach Paris ist ein Kapitel, das noch geschrieben werden muss – ein Kapitel, das von Talent, Enttäuschung und dem unerschütterlichen Glauben an die eigene Leistung erzählt.