Ekitiké kehrt zurück: kann er im parc des princes endlich überzeugen?
Paris – Ein Wechselbad der Gefühle für Hugo Ekitiké. Der junge Stürmer kehrt nun als Liverpool-Spieler in die französische Hauptstadt zurück, in der er einst im Schatten von Messi, Neymar und Mbappé stand. Seine Zeit beim PSG war alles andere als ein Volltreffer, doch die Reise hat ihn verändert – und könnte ihm nun eine neue Chance eröffnen.
Ein teurer fehlkauf oder ein rohdiamant?
Der Transfer von Ekitiké zum Paris Saint-Germain sorgte vor zwei Jahren für Aufsehen. Für rund 30 Millionen Euro lotste der Hauptstadtklub den damals jungen Angreifer aus Reims an die Seine. Doch statt zu glänzen, verpuffte sein Potenzial zunächst. Luis Enrique schenkte ihm lediglich neun Einsatzminuten, bevor er ihn leihweise zum Eintracht Frankfurt schickte – ein Klub, der sich in der Vergangenheit als Förderer talentierter Spieler einen Namen gemacht hat.
Und genau dort blühte Ekitiké auf. In der Deutschen Bank Park präsentierte er sich von seiner besten Seite und erzielte in 64 Spielen beeindruckende 26 Tore und bereitete 14 weitere vor. Eine Leistung, die ihm einen Wechsel zu Liverpool einbrachte – für die stolze Summe von 95 Millionen Euro. Markus Krösche, der Sportdirektor des Eintracht, nannte den Transfer einen „runden Deal“, der die Entwicklung des jungen Stürmers widerspiegelt.
Doch die Reise nach Anfield verlief nicht wie erhofft. Bedingt durch Verletzungen des schwedischen Stürmers Isak kam es selten zu einer gemeinsamen Einsatzzeit. Dennoch konnte Ekitiké mit 17 Treffern und sechs Assists in seiner ersten Saison überzeugen und ritt so seinen Weg in die französische Nationalmannschaft.

Ein neues kapitel im parc des princes
Nun kehrt Ekitiké in seine ehemalige Heimat zurück, diesmal als etablierter Spieler und Nationalspieler. Luis Enrique äußerte sich bereits vor dem Spiel positiv über seine Entwicklung und betonte, dass er damals noch zu jung gewesen sei. Vitinha, ein weiterer Spieler des PSG, zeigte sich hingegen vorsichtig und wünschte, dass Ekitiké „morgen nicht in Topform“ sei.
Ekitiké selbst blickt positiv auf seine Zeit in Paris zurück, bezeichnet sie aber auch als „Lernphase“. Er ist sich bewusst, dass er sich noch verbessern muss, insbesondere in der Champions League, wo er bisher „nur“ drei Tore erzielt hat, obwohl die Datenanalyse ihm sechs hätte vorschlagen lassen. Er ist zudem der Spieler mit den meisten vergebenen Chancen (10) in dieser Saison.
Seine Vielseitigkeit und sein Spielverständnis haben ihn jedoch zum gefürchteten Angreifer gemacht. Der Nationaltrainer lobte seine Fähigkeit, sowohl über die Flügel zu kommen als auch Räume zu erkennen und seine technische Finesse zu nutzen. Kylian Mbappé bezeichnete ihn sogar als einen der besten Spieler, mit denen er je gespielt hat.
Ob Ekitiké nun im Parc des Princes endlich seinen Durchbruch feiern kann, wird sich zeigen. Doch eines ist sicher: Er hat sich zu einem Spieler entwickelt, der dem PSG-Angriff neue Impulse geben kann – und der seine Kritiker eines Besseren belehren möchte. Seine Entschlossenheit und sein Ehrgeiz könnten der Schlüssel zu seinem Erfolg sein.
