Eisbären berlin: aubin fordert reaktion nach demütigung in köln
Die Eisbären Berlin haben eine deutliche Lehrstunde in Köln erteilt bekommen. Mit 1:5 unterlagen die Titelverteidiger den Haien und die Stimmung im Lager der Hauptstädter ist alles andere als gut. Headcoach Serge Aubin wirkte sichtlich angefressen und forderte eine sofortige Reaktion seines Teams.
Die enttäuschung nach dem debakel
„Wir haben gut angefangen, und dann haben wir aufgehört, Eishockey zu spielen“, kommentierte Aubin die Partie bei MagentaSport. Die Berliner gingen zwar durch ein frühes Tor in Führung, doch anschließend brachen sie förmlich ein. Die Kölner Haien nutzten die Schwächen der Eisbären gnadenlos aus und bauten den Vorsprung bis zum deutlichen Endstand aus. Ein klarer Ausdruck dafür, dass etwas in der Defensive und im Spielaufbau nicht stimmte.
Die Pleite stellt die Eisbären vor eine Zäsur in einer ansonsten sehr erfolgreichen Ära. Unter Aubin haben die Berliner in den vergangenen sieben Jahren beeindruckend dominiert und jede Playoff-Serie souverän gemeistert. Doch nun droht der Einzug ins Halbfinale zu gefährden. Die Serie steht aktuell 1:1, und das nächste Spiel findet am Sonntag in Berlin statt.

Personelle veränderungen im tor?
Ein interessantes Detail war Aubins Entscheidung, Jonas Stettmer nach nur zwölf Minuten und vier Gegentoren vom Eis zu nehmen und Jake Hildebrand ins Tor zu stellen. „Jonas hat zuletzt viel gespielt. Ich hatte das Gefühl, dass es nicht in unsere Richtung lief und wollte einen Impuls setzen“, erklärte der Trainer. Ob Hildebrand am Sonntag den Vorzug erhält, ließ Aubin offen. Die Entscheidung wird entscheidend sein, um das Ruder herumzureißen.
Die Berliner müssen vor allem offensiv zulegen. Im Vorjahresfinale hatten sie gegen Köln noch drei 7:0-Siege gefeiert – ein Vergleich, der die aktuelle Situation noch dramatischer erscheinen lässt. Die Spannung in dieser Best-of-seven-Serie ist damit enorm gestiegen, und es bleibt abzuwarten, welches Team die Nerven behält und sich den Einzug ins Halbfinale sichert. Die Eisbären müssen sich jetzt neu fokussieren und ihre Stärken wiederfinden, wenn sie ihre beeindruckende Serie unter Aubin fortsetzen wollen. Ein erneuter Patzer in Köln wäre die schlechteste Vorbereitung auf die kommende Saison.
