Eichhorn-poker: hertha-juwel entscheidet über zukunft!
Berlin – Kennet Eichhorn, das größte Mittelfeldtalent Deutschlands, steht vor einer Zerreißprobe. Der 16-Jährige, der bereits jetzt sportlich der 2. Bundesliga entwachsen ist, wird von Europas Top-Klubs umworben. Im Mai fällt die Entscheidung, wohin seine Reise geht – und die Summe, die Hertha kassieren könnte, lässt die Kassen klingeln.

Zwölf millionen euro – und ein europäischer traum
Die Ausstiegsklausel im Vertrag des Junioren-Nationalspielers bis 2029 liegt bei rund zwölf Millionen Euro. Ein Schnäppchen für die Klubs, die sich um Eichhorn reihen. Pep Guardiola soll sich persönlich für den Youngster interessiert haben, doch der Brexit spielt dem Münchner Trainer in die Hände – oder eben nicht. Englische Vereine dürfen seit dem EU-Austritt 2020 nur noch volljährige Spieler verpflichten, Eichhorns 18. Geburtstag feiert er erst im Juli 2027.
Doch es geht um mehr als nur Geld. Eichhorn und seine Familie haben klare Vorstellungen: Champions League und regelmäßige Einsatzzeiten sind die entscheidenden Faktoren. Eine Leihe zu Hertha oder ein Ausbildungsjahr in einem Mittelklasse-Verein kommen nicht in Frage. Der junge Mann will sich beweisen und will spielen – und zwar auf höchstem Niveau.
Die Bundesliga scheint daher der wahrscheinlichste nächste Schritt zu sein. Bayern, Dortmund, Leipzig und Leverkusen buhlen um die Gunst des talentierten Mittelfeldstrategen. Besonders Bayer Leverkusen schien lange Zeit die Nase vorn zu haben, zumindest laut der Konkurrenz. Sportchef Simon Rolfes und Profi-Boss Kim Falkenberg haben mit ihrem Förder-Kader („Future Team“) einen ausgezeichneten Ruf im Bereich der Top-Talente aufgebaut. Der ehemalige Hertha-Spieler Ibrahim Maza blüht in Leverkusen ebenfalls auf und dient Eichhorn als positives Beispiel.
Leverkusen spielt zudem den Fußball, der Eichhorns Spielstil perfekt ergänzt – dominant, ballbesitzorientiert und offensiv ausgerichtet. Der junge Berliner, der seine Spiele akribisch analysiert und taktische Feinheiten hinterfragt, scheint sich in Leverkusen bestens aufgehoben zu fühlen.
Aber die aktuelle Situation in Leverkusen könnte Eichhorns Entscheidung beeinflussen. Der Abstieg auf Platz sechs der Bundesliga ist ein deutlicher Rückschlag. Ein Jahr in der Europa League wäre zwar kein absolutes Ausschlusskriterium, doch es schmälert die Attraktivität des Vereins.
Der FC Bayern hingegen kann mit seiner unangefochtenen Position als deutsche Nummer eins und einem Platz im europäischen Oberhaus punkten. Trainer Vincent Kompany scheint zudem eine offene Tür für junge Talente zu hinterlassen. Der BVB war zwar interessiert, doch die Priorität lag auf der Förderung eigener Talente. Zudem passt der weniger kreative Spielstil in Dortmund möglicherweise nicht ganz zu Eichhorns Vorstellungen.
Die Entscheidung liegt nun allein bei Kennet Eichhorn und seiner Familie. Ihnen stehen alle Türen offen – und die Fußballwelt hält den Atem an.
