Helmer packt aus: enthüllungen über matthäus und den bayern-zoff!
Die Fußballwelt staunt: Thomas Helmer hat im Sport1-Podcast Deep Dive eine unglaubliche Geschichte über seine turbulente Zeit beim FC Bayern München und seine Beziehung zu Lothar Matthäus enthüllt. Jahrzehnte nach dem internen Machtkampf spricht der Europameister von 1996 offen über die Ereignisse, die den Verein fast auseinandergerissen hätten.
Ein unvergessliches duo auf dem platz, spannungen daneben
Helmer und Matthäus prägten in den 90er-Jahren eine Ära des Erfolgs beim FC Bayern. Ihre Leistungen auf dem Spielfeld waren von höchster Güte, doch abseits des Rasens knisterte es oft. Helmer lässt keine Zweifel daran, dass Matthäus ein außergewöhnlicher Spieler war: „Es gab keinen geileren Kicker von der Physis, der Dynamik und vom Willen her“, schwärmt er. „Wenn ich gefragt werde, wer mein bester Mitspieler war, dann sage ich immer Lothar, mit Abstand.“
Doch die Fassade der Harmonie zerbrach, als Matthäus 1997 sein umstrittenes Buch „Mein Tagebuch“ veröffentlichte. Darin übte er scharfe Kritik an seinen Teamkollegen, insbesondere an Jürgen Klinsmann. Helmer zeigt sich heute reflektiert: „Auf dem Platz konnten wir uns immer auf Lothar verlassen, aber abseits davon knirschte es in dem anfangs guten Verhältnis.“

Ein vermeintlicher putschversuch und die folgen
Auslöser für Matthäus' Buch war angeblich ein vermeintlicher Putschversuch gegen ihn in der Nationalmannschaft im Jahr 1995. Gerüchte besagten, Klinsmann habe versucht, Matthäus bei der Kaderauswahl auszuschließen. Helmer weist diese Behauptungen jedoch entschieden zurück: „Von diesem Gespräch, was da immer geschrieben wird, weiß ich nichts. Ich kann mich daran nicht erinnern, das schwöre ich.“
Die Veröffentlichung des Buches führte zu einer massiven Eskalation des Konflikts. Helmer war hin- und hergerissen und suchte Rat bei Franz Beckenbauer: „Ich bin zu Franz Beckenbauer gefahren und habe gesagt: Du musst einen von den beiden rausschmeißen, sonst geht die Mannschaft kaputt.“ Beckenbauer antwortete pragmatisch: „Der eine ist mein Freund, der andere schießt Tore und jetzt geh wieder nach Hause!“ Klinsmann verließ den Verein im Sommer.

Kapitänswürde und ein unglücklicher spruch
Matthäus verlor nach einem weiteren Interview in der Sport Bild, in dem er unpassende Äußerungen über seine Teamkollegen traf, die Kapitänsbinde. Helmer und die anderen deutschen Nationalspieler des FC Bayern verfassten gemeinsam einen Brief an die Geschäftsführung, in dem sie auf Matthäus' unangebrachtes Verhalten hinwiesen. „Wir hatten alle Angst, dass wenn er das schon mit Klinsmann macht, mit dem er ja lange zusammengespielt hat, dass es uns alle auch treffen kann“, erinnert sich Helmer.
Auch Helmer räumt ein, dass er sich in der Situation nicht mit Ruhm bekleckert hat: „Ich habe damals auch einen schlimmen Satz gesagt, den ich heute nie mehr sagen würde.“ Er hatte über Matthäus gesagt: „Kranken Menschen muss man helfen.“
Ein überraschendes wiedersehen und eine humorvolle anekdote
Trotz der turbulenten Vergangenheit pflegen Helmer und Matthäus heute ein gutes Verhältnis. Ein Beweis dafür ist eine humorvolle Anekdote, die Helmer im Podcast erzählte: Beim Länderspiel in Basel rief er Matthäus während der Übertragung an, was zu einem amüsanten Moment führte. „Ich habe gesagt: Ich wette, dass Lothar jetzt sein Handy an hat“, lachte Helmer. „Dann habe ich ihn angerufen, und er hat die ganze Zeit an seiner Hose herumgefummelt.“
Die Geschichte von Helmer und Matthäus ist ein Spiegelbild der komplexen Dynamiken im Profifußball, in dem sportlicher Erfolg und persönliche Beziehungen oft im Konflikt zueinander stehen. Doch am Ende siegt die Erinnerung an eine Ära voller Leidenschaft und unvergesslicher Momente. Die alten Rivalen haben gelernt, über ihre Differenzen zu lachen – ein Zeichen von Reife und gegenseitigem Respekt.
