Effenberg zweifelt: musialas wm-ticket in gefahr – bayern-star kämpft gegen die zeit

Die Uhr tickt. Während Julian Nagelsmann gestern sieben Bayern-Stars nominierte, fehlt der wichtigste: Jamal Musiala. Stefan Effenberg sagt im Doppelpass, warum der 23-Jährige womöglich zu Hause bleibt.

Effenberg legt die messlatte für musiala offen

„Du nimmst keinen angeschlagenen Spieler mit, der sich im Aufbau befindet“, donnert Effenberg. Der Ex-Nationalspieler spricht aus, was in der Führungsriege des DFB seit Wochen brodelt: Musialas linkes Sprunggelenk ist ein Pulverfass. Drei Pflichtspiele saß er zuletzt draußen, Max Eberl spricht offen von Reha statt von Leistungsdiplomatie.

Nagelsmann rechtfertigt den Verzicht mit demselben Argument: „Unter Schmerzen zwei Minuten aufzudribbeln, bringt nichts.“ Der Bundestrainer redet nicht um den heißen Brei herum. Musiala muss bis Juni wieder Vollgas geben können, sonst fliegt er durchs Raster – egal, wie groß sein Talent ist.

Bayern-block wächst auf sieben – urbig und karl mit debüt

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Während Musiala kämpft, feiern Jonas Urbig und Lennart Karl ihren ersten DFB-Kader. Effenberg applaudiert: „Das Leistungsprinzip funktioniert.“ Urbig hält in Gladbach die Null, Karl trifft für Stuttgart – beide bekommen ihre Chance, weil sie spielen. Musiala dagegen steht nur auf dem Trainingsplatz von Sabener Straße und weiß: Jede Woche ohne Einsatzmindung schrumpft seine WM-Chance.

Die Mathematik ist gnadenhaft. Noch acht Bundesliga-Spiele, zwei Monate, drei Wochen Vorbereitung. Wer bis dahin keine 90 Minuten in den Beinen hat, fliegt raus – so einfach ist die Logik im Kader-Neunmalklugen.

Stiller ist der große verlierer – vfb-star trifft es unverschuldet

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Angelo Stiller dagegen ist fit und trotzdem draußen. Nagelsmann erklärt die Nicht-Nominierung mit der Rolle. Stiller ist Achter, im Kader tummeln sich aber Kimmich, Andrich, Groß, Can – ein Überangebot. Effenberg findet die Entscheidung hart, aber fair: „Wenn du zehn gleichstarke Sechser hast, trifft es eben den einen, der zuletzt nicht ganz oben steht.“

Marcell Jansen mahnt: „Das hier ist März, nicht Mai.“ Noch kann sich alles drehen. Ein Musiala, der in der Champions-League gegen Barcelona durchdribbelt, wäre plötzlich wieder Thema. Ein Stiller, der Stuttgart in die Top vier schießt, auch. Der Countdown läuft – und die Konkurrenz schläft nicht.

Effenberg bilanziert knallhart: „Wenn Musiala bis Mai nicht rund ist, bleibt er daheim.“ Die nächsten acht Wochen entscheiden über Träume und Trikots. Wer glaubt, der WM-Kader sei jetzt schon fest, hat den Sport nie verstanden.