Dzeko-poker um startelfplatz: barbarez schweigt zur wm-entscheidung

Los Angeles – Die Frage aller Fragen hängt wie ein Damoklesschwert über der bosnischen Nationalmannschaft: Setzt Trainer Sergej Barbarez Edin Dzeko, den 40-jährigen Routinier von Schalke 04, im entscheidenden Gruppenspiel gegen die Schweiz ein? Die Antwort des Coaches ließ am Mittwoch jedoch auf sich warten – und sorgte für einige belustigte Gesichter im Journalistenlager.

Ein lächeln statt klarheit

Bei der Pressekonferenz zur Partie am Donnerstag (21.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) wich Barbarez einer direkten Nachfrage nach Dzekos Startelf-Chancen mit einem Schulterzucken und einem amüsierten Lächeln aus. „Ich weiß es nicht, fragen Sie mich morgen noch mal. Es tut mir leid“, ließ er wissen. Nach seinem Einsatz bei der WM 2026 blieb Dzeko im ersten Spiel gegen Kanada, das mit 1:1 endete, zunächst unberücksichtigt.

Dzekos Wert ist unbestritten. Nikola Katic, Abwehrspieler Bosnien-Herzegowinas, schwärmte von seinem Teamkollegen: „Er ist einer der besten Stürmer der letzten Jahrzehnte. Wirklich ein unglaublicher Spieler, der so präsent ist – in jedem Training, bei jeder Mahlzeit, bei jedem Treffen. Wir sind unglaublich glücklich, ihn im Team zu haben.“

„Um drei punkte spielen“ – barbarez’ ziel

„Um drei punkte spielen“ – barbarez’ ziel

Die Schweiz, ebenfalls mit einem Unentschieden gegen Katar (1:1) in der Tasche, stellt einen ernstzunehmenden Gegner dar. Barbarez betonte jedoch, dass er mit oder ohne Dzeko „um drei Punkte spielen“ will. „Wenn meine Mannschaft 100 Prozent gibt, wird es ein großartiges Spiel und dann sind wir zuversichtlich, dass wir ein gutes Ergebnis erzielen“, so der Coach. Die Spannung ist greifbar – wird der erfahrene Dzeko seine entscheidende Rolle auf dem Platz einnehmen und Bosnien-Herzegowina einen Schritt näher an die K.O.-Runde bringen?

Die Entscheidung liegt bei Barbarez, und die Fans warten gespannt auf seine Wahl. Denn eines ist klar: In einem Duell zweier Teams, die nach dem ersten Spieltag punktgleich sind, kann jeder Spieler den Unterschied machen. Dzekos Erfahrung und sein Instinkt könnten der entscheidende Faktor sein – oder Barbarez setzt auf frische Kräfte. Die Welt des Fußballs rätselt, während die bosnische Mannschaft sich auf die Herausforderung in Los Angeles vorbereitet.

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