Dybala schickt roma vor lazio-derby in ablöse-fieber
Paulo Dybala lieferte gegen Parma den Matchball, dann zündelte er am Mikrofon: „Nächste Woche spiele ich vielleicht das letzte Mal vor unserem Publikum.“ Die Worte des 32-Jährigen hallen durchs Olympico, noch bevor die Roma am Sonntag im Derby gegen Lazio ran muss.
Kein anruf, kein angebot – nur zwei spiele vertrag
Seit 2022 trägt er das Wolfsemblem, doch die Geschäftsführung schweigt. „Der Klub hat sich nie gemeldet“, sagt Dybala bei Sky Italia. „Mein Vertrag läuft nach zwei weiteren Partien aus. Ich wüsste auch gern, was passiert.“ Die Zahl fürs laufende Jahr liest sich nüchtern: 3 Tore, 5 Vorlagen in 25 Einsätzen. Für einen Spieler, der einst die Juve-Offensive lenkte, ein mageres Blatt.
Dennoch bleibt er der Drehpunkt der letzten Wochen. Gegen Parma schlug er in der Nachspielzeit den Pass zum 3:2-Sieg. Die Roma hält an der Champions-League-Hoffnung fest, auch wenn die Rechnung ohne fremde Schützenhilfe nicht aufgeht.

Derby als abschied – oder als druckmittel
Der Stadtduell mit Lazio wird zur Zitterpartie. Gewinnt Roma, rückt sie auf Rang fünf. Verliert sie, ist Europa League das Maximum. Für Dybala könnte es die letzte große Szene im Giallorosso-Trikot sein. „Ich habe eine Idee, wohin die Reise geht, aber ich behalte sie für mich“, sagt er. Klingt nach einem Mann, der Optionen prüft, nicht nach einem, der plant zu bleiben.
Die Tribüne wird ihn feiern, egal wie das Spiel endet. Schließlich war er es, der vor zwei Jahren mit Freistoß-Zauber gegen Sassuolo die Roma in die Conference League schoss. Doch Verein und Spieler stehen sich fern. Kein Gespräch, keine Geste. Die Frist tickt.
Am Sonntag wird das Olympico beben. Die Roma-Fans wollen den Sieg, die Champions League – und vielleicht noch eine Antwort von Dybala. Ob sie kommt, entscheidet sich nicht auf dem Platz, sondern im Büro von Sportdirektor Tiago Pinto. Dort liegt bislang ein leeres Blatt. Und genau das ist das eigentliche Drama hinter dem 3:2 von Parma.
