Wembanyama vom feld! spurs-star nach ellbogen-vorfall suspendiert
San Antonio – Schock in der NBA: Victor Wembanyama, der Shootingstar der San Antonio Spurs, musste im vierten Viertelfinale gegen die Minnesota Timberwolves das Eis verlassen. Ein heftiger Ellbogen-Kontakt mit Naz Reid führte zu einem „Flagrant-2-Foul“ und damit zur frühen Dusche für den jungen Franzosen. Das Team von Coach Mitch Johnson verlor die Partie mit 109:114 und steht nun vor dem Ausscheiden im Viertelfinale.

Die situation eskaliert: wembanyamas kampfgeist und seine konsequenzen
Der Vorfall ereignete sich, als Wembanyama einen Offensiv-Rebound sicherte und von zwei Timberwolves-Verteidigern attackiert wurde. Im Versuch, sich freizukämpfen, traf der 22-Jährige mit dem Ellbogen Reids am Kiefer. Die Schiedsrichter zögerten nicht und werteten die Aktion als unsportliches Foul der Kategorie zwei – eine Entscheidung, die die Spurs-Bank und den gesamten Spielverlauf maßgeblich beeinflusste. Wembanyama selbst schien zunächst die Tragweite der Strafe nicht vollständig zu begreifen, wurde ihm doch erst nach Rücksprache mit seinem Teamkollegen Harrison Barnes die Situation bewusst.
Coach Johnson verteidigte seinen Star nach dem Spiel vehement. „Ich bin froh, dass er die Dinge selbst in die Hand nimmt, wenn auch nicht im Sinne eines Angriffs auf Naz Reid“, erklärte er. „Er muss sich schützen, wenn andere es nicht tun. Und ich finde es schlichtweg widerlich, wie die Timberwolves ihn spielen.“ Die Spurs-Bilanz im Viertelfinale steht nun bei 2:2. Die harte Spielweise gegen Wembanyama, die Johnson bemängelt, wurde seiner Meinung nach von den Schiedsrichtern nicht konsequent genug geahndet.
Die Timberwolves scheinen einen Plan gegen den jungen Franzosen zu haben, der darauf abzielt, ihn aus dem Spiel zu nehmen. „Wir beschweren uns nicht, wir konzentrieren uns aufs Spielen“, betonte Johnson. „Aber irgendwann muss er geschützt werden. Wenn nicht, wird er sich selbst schützen müssen – und das Ergebnis sehen wir nun.“ Wembanyama erzielte in der Partie lediglich vier Punkte, bevor er das Feld verlassen musste. Eine weitere Sperre für den Franzosen wird jedoch unwahrscheinlich sein, so Johnson. „Die Schiedsrichter haben entschieden, so sei es. Aber noch etwas draufzusetzen wäre absurd.“
Die Timberwolves demonstrieren hier eine klare Strategie: Wembanyama zu frustrieren und ihn aus dem Spiel zu nehmen. Ob diese Taktik langfristig aufgeht, bleibt abzuwarten. Fest steht: Der Youngster muss lernen, sich in dieser physischen Liga zu behaupten, ohne dabei die Grenzen zu überschreiten – eine Gratwanderung, die ihm in den nächsten Spielen vor große Herausforderungen stellen wird. Das Viertelfinale ist nun völlig offen und die Spurs müssen ohne ihren Star eine Lösung finden, um die Serie noch zu drehen.
