Lok leipzig stopft jena den rückenwind ab – mit einem remis zurück an die spitze
Ein Punkt, zwei Seelen, ein klares Ziel. Lok Leipzig schlitterte in Greifswald durch ein spätes 1:1 wieder auf Platz eins der Regionalliga Nordost – und musste dafür nicht mal gewinnen. Der FC Carl Zeiss Jena darf weiter murren: Torgleich, aber vier Treffer schlechter.
Früher kälteschock, später adetula-erlösung
Tristan Wagner nagelte die Gäste nach vier Minuten mit einem platzierten Flachschuss an die Wand. Was folgte, war 60 Minuten Dauerdruck der Leipziger, aber nur Lattenkracher und Pfostenpech. Dann, in der 64. Minute, packte Ayodele Adetula aus halbrechter Position den Hammer aus – Jakubov im Greifswalder Kasten streckte sich vergeblich. Der Ausgleich, nicht schön, aber effizient.
Die letzten 20 Minuten? Ein stiller Vertrag. Lok spielte nicht mehr nach vorne, Greifswald riskierte nichts. Beide wussten: Ein Tor hätte die Karten neu gemischt. So blieb das 1:1 stehen – für die Gastgeber die virtuelle Rettung, für Lok die Rückkehr auf die Sonnenseite der Tabelle.

Samtener favoritenschreck am letzten spieltag
Nun heißt es Daumen drücken für Jena. Das Thüringenderby gegen Rot-Weiß Erfurt wird zum offenen Ventil: Nur ein Kantersieg würde die Tordifferenz kippen. Lok wiederum empfängt am Samstag (14 Uhr) die zweite Garde des 1. FC Magdeburg – ein Heimsieg reicht, egal was sonst passiert. Trainer Jochen Seitz schickt seine Mannschaft mit dem Selbstvertrauen eines Punktes, der wie ein Sieg schmeckt.
Für Greifswald ist die Luft dagegen rein. Die punktgleichen Verfolger aus Babelsberg und Auerbach müssen gewinnen, der GFC darf verlieren – nur dann rutscht der Neuling noch ab. Die Rechnung ist simpel, die Nerven blank. Die Saison endet mit einem Pokerspiel, bei dem Lok die besseren Karten hält.
