Duplantis verpasst rekord, bebendorf tobt!

Paris bebte Leichtathletik-Spannung pur: Armand "Mondo" Duplantis, frisch geheiratet, scheiterte knapp an seinem 16. Stabhochsprung-Weltrekord. Doch der Triumph ging an ihn, während Karl Bebendorf mit einem unglaublichen Sieg im 3.000-Meter-Hürdenrennen für den deutschen Erfolg sorgte. Ein Abend voller Überraschungen und neuer Bestmarken.

Duplantis' jagd bleibt vorerst erfolglos

Die Erwartungen waren hoch, das Stadion tobte. Doch an diesem Abend in Paris war es für Duplantis nicht geschrieben, die 6,33 Meter zu überwinden. Mit 6,13 Metern sicherte er sich den Sieg, ein Ergebnis, das zwar beeindruckend ist, aber nicht ganz an die Rekordjagd kratzt, an die sich die Fans so klammern. Die Ehe scheint ihn nicht abgelenkt zu haben, aber die Konkurrenz wurde spürbar stärker.

Baptiste Thiery und Emmanouil Karalis lieferten sich einen tollen Kampf, der Duplantis zusätzlich unter Druck setzte. Doch am Ende war es wieder der schwedische Überflieger, der die Oberhand behielt – wenn auch ohne den ersehnten neuen Weltrekord.

Bebendorf im fluge zum sieg

Bebendorf im fluge zum sieg

Doch der eigentliche Coup des Tages gelang Karl Bebendorf. Der Hindernisläufer präsentierte sich in Topform und stürmte zum Sieg im 3.000-Meter-Hürdenrennen. Seine Zeit von 8:05,55 Minuten ist nicht nur ein neuer persönlicher Rekord, sondern auch ein starkes Signal für die bevorstehenden Europameisterschaften in Birmingham. Ein Lächeln und ein paar Flügelschläge nach dem Zieleinlauf zeigten die Freude und Erleichterung über den gelungenen Lauf.

Der Äthiopier Gemechu Godana versuchte zwar, dem deutschen Läufer noch etwas entgegenzusetzen, doch Bebendorfs Endspurt war zu stark. Es ist ein starkes Zeichen für das deutsche Team im Blick auf die EM.

Mabry kratzt an der 20-meter-marke

Mabry kratzt an der 20-meter-marke

Auch Yemisi Mabry kann stolz auf ihre Leistung sein. Mit 19,93 Metern sicherte sich die deutsche Kugelstoß-Hoffnung einen starken zweiten Platz. Nur die Kanadierin Sarah Mitton war mit 20,23 Metern besser. Die Formkurve stimmt, und mit Blick auf die EM in Birmingham ist Mabry auf dem besten Weg, um ihre Konkurrenz herauszufordern.

Die Ergebnisse zeigen deutlich: Deutschland ist auf dem Vormarsch in der Leichtathletik. Mit Athleten wie Bebendorf, Mabry und Ruppert (der in Paris leider fehlte) sind die Chancen auf eine erfolgreiche EM sehr gut. Der deutsche Sport kann sich freuen – und die Fans gespannt auf die kommenden Wettkämpfe sein.