Duplantis' stolperstein: rekordträume zerplatzen in stockholm!
Stockholm – Armand Duplantis, der unangefochtene König der Stabsprünge, musste sich gestern beim prestigeträchtigen Bauhaus-Galan eine bittere Niederlage einstecken. Der schwedische Superstar, der vor dem Meeting noch offenbart hatte, dass er mit einem Sprung über 6,32 Metern den eigenen Weltrekord knacken wollte, fand an diesem Tag schlichtweg nicht in Form.

Marschall sticht als überraschungskandidat hervor
Ein windiger Tag in der schwedischen Hauptstadt bereitete den Athleten zu schaffen. Duplantis begann mit einem Fehlversuch bei 5,60 Metern, was für seine Verhältnisse ungewöhnlich war. Nach einer erfolgreichen Höhe von 5,80 Metern gab er die 5,90 Meter kampflos auf, während der Australier Kurtis Marschall diese Höhe im dritten Versuch meisterte. Was niemand ahnen konnte: Dieser Sprung sollte sich als der entscheidende für den Sieg des 'Aussie' erweisen. Duplantis scheiterte zweimal an der sechs Meter Marke, bevor er schließlich 6,05 Meter überquerte – zu wenig, um den überraschend starken Marschall zu übertrumpfen.
Die Niederlage kommt für Duplantis unerwartet, denn er hatte zuvor 40 Siege in Folge gefeiert und sein letztes Wettbewerb am 21. Juli 2023 in Monaco mit einem vierten Platz und 5,72 Metern beendet – Marschall war damals bereits unter den drei Besten. Aber gestern gehörte der Tag dem Australier, der mit unbändigem Willen seinen ersten großen Sieg feierte.
Ein frustrierender Abend für die spanische Delegation
Neben Duplantis' Ausrutscher gab es auch für Mohamed Attaoui, der nach seinen starken Leistungen bei den Paavo Nurmi Games in Turku mit besseren Gefühlen angereist war, keinen guten Tag. Im 800-Meter-Lauf fand er nicht zu seiner gewohnten Form und beendete das Rennen als Letzter ab. Ein Lichtblick gab es hingegen für Marta Mitjans, die im 800-Meter-B-Lauf mit 2:00.63 die dritte beste Zeit ihrer Karriere lief und sich damit die RFEA-Mina für die Europameisterschaften in Birmingham sicherte.
Auch Dani Arce, der spanische Hindernisläufer, konnte nicht überzeugen und landete mit 8:20.02 auf dem zehnten Platz. Soufiane El Bakkali, der unangefochtene König der 3.000 Meter Hindernisse, zeigte ebenfalls keine herausragende Leistung und siegte mit einer eher moderaten Zeit von 8:10.40.
Die gestrige Veranstaltung in Stockholm zeigte deutlich, dass selbst die größten Stars des Sports nicht unfehlbar sind. Armand Duplantis muss sich nun neu fokussieren und seine Form für die kommenden Wettbewerbe finden. Der Stabhochsprung ist eine Disziplin, in der es immer wieder Überraschungen gibt, und Kurtis Marschall hat bewiesen, dass er zu den Herausforderern gehört. Die Fans dürfen gespannt sein, wie sich der Kampf um die Weltspitze in den kommenden Monaten entwickeln wird.
