Duplantis scheitert an weltrekord – bebendorf glänzt in paris!
Paris bebte im Zeichen der Leichtathletik, doch Armand Duplantis, der schwedische Stabhochsprung-Dominator, musste eine überraschende Niederlage verkraften. Drei Fehlversuche bei 6,32 m – eine Seltenheit für den Weltrekorder – sorgten für Spannung, obwohl er den Wettkampf in Paris letztendlich mit einer beeindruckenden Höhe von 6,13 m souverän für sich entschied.
Ein rückschlag im streben nach perfektion
Der 26-Jährige, der nach einem fast dreijährigen Pausieren vor drei Wochen in Stockholm eine Niederlage gegen Kurtis Marschall erlitten hatte, zeigte in der französischen Hauptstadt eine solide Leistung. Die erneuten Versuche am Weltrekord, der bei 6,31 m liegt, scheiterten jedoch knapp. Es war eine Erinnerung daran, dass selbst die größten Athleten nicht unfehlbar sind. Die Fans erlebten dennoch eine hochklassige Vorstellung, die die Stärke und den Ehrgeiz Duplantis‘ unterstreicht.

Deutscher triumph auf der 3000-meter-distanz
Doch der Tag gehörte nicht nur Duplantis. Karl Bebendorf sorgte für einen strahlenden Moment für das deutsche Team. Der Dresdner siegte über 3000 m in einer neuen persönlichen Bestzeit von 8:05,55 Minuten. Das ist nicht nur ein nationaler Erfolg, sondern auch ein Zeichen für die wachsende Stärke der deutschen Mittelstreckenläufer. Gemechu Godana aus Äthiopien und Edmund Serem aus Kenia folgten ihm knapp hinterher, was den hohen Leistungsstandard des Rennens unterstreicht.
Yemisi Mabry, die Paris-Olympiasiegerin im Kugelstoßen, konnte sich im Vergleich zu ihrem Auftritt in Oslo verbessern, erreichte aber mit 19,93 m nur den zweiten Platz hinter der Kanadierin Sarah Mitton (19,99 m). Noah Lyles, der US-Olympiasieger im 100-Meter-Lauf, musste sich ebenfalls geschlagen geben und landete hinter seinem Landsmann Trayvon Bromell (9,91 Sekunden) mit 9,92 Sekunden auf dem zweiten Platz. „Mir geht es gut. Das Gefühl am Start war nicht so, wie ich es erwartet hatte“, kommentierte Lyles die Situation, was zeigt, dass selbst Top-Athleten mit unerwarteten Herausforderungen konfrontiert werden können.

Überraschungen und rekorde im weiteren verlauf
Die deutsche Mixed-Staffel über 4×100 m wurde nach dem Rennen disqualifiziert, was eine bittere Enttäuschung darstellte. Audrey Werro aus der Schweiz stach mit einem Diamond-League-Rekord von 1:53,80 Minuten über 800 m heraus. Femke Broeders-Bol aus den Niederlanden, die von den 400 Metern Hürden auf die Mittelstrecke wechselte, erreichte in persönlicher Bestzeit (1:55,60) den zweiten Platz. Werros Zeit rückt sie in die Nähe des ältesten Weltrekords der Leichtathletik, der seit 1983 von Jarmila Kratochvilova gehalten wird.
Die Leichtathletik in Paris bot eine Mischung aus Spannung, Überraschungen und herausragenden Leistungen. Während Duplantis‘ Kampf um den Weltrekord die Gemüter erregte, demonstrierte Karl Bebendorfs Sieg die aufstrebende Stärke des deutschen Mittelstreckenlaufes. Die Veranstaltung hat eindrucksvoll bewiesen, dass der Sport immer wieder für unvorhersehbare Momente und neue Rekorde sorgt.
