Duisburg dreht saarbrückens mini-revolution in fünf minuten

Ein Sonntag, der mit Selbstvertrauen begann, endete mit dem alten Gefühl der 3. Liga: Der 1. FC Saarbrücken führt, unterliegt dann doch – und steckt am Ende mit 2:4 bei MSV Duisburg die zweite Niederlage binnen sieben Tagen ein.

Taktik zündet nicht: duisburg nutzt die lücken

Trainer Argirios Giannikis hatte seine Elf auf den Platz geschickt, als wäre der Abstiegskampf bereits gewonnen. Pressing, hohe Kette, viel Ballbesitz – alles schön und gut, solange hinten die Räume zubleiben. Doch genau dort schlichen sich Steffen Meuer und Lex-Tyger Lobinger ein, schon nach 23 Minuten lag der FCS zurück. Ein Konter, ein Pass, ein Schuss – 0:1. Die kalte Dusche.

Die Antwort folgte prompt, allerdings ausgerechnet per Eigentor. Tobias Fleckstein köpfte einen Eckball von Florian Pick ins eigene Netz – ein Geschenk, das die Saarbrücker mit dem Selbstbewusstsein eines Titelfavoriten annahmen. Durch Maurice Multhaup drehten sie sogar auf 2:1, doch die Führung hielt gerade mal 13 Minuten.

Conor noß trifft doppelt – und beendet den widerstand

Conor noß trifft doppelt – und beendet den widerstand

58. Minute: Conor Noß zieht an Bretschneider vorbei, vollstreckt trocken zum 2:2. 64. Minute: Noß erneut, diesmal ins lange Eck – 3:2. Fünf Minuten, zwei Schläge, alles wieder offen. Die Saarbrücker Defensive wirkte wie gelähmt, der Mittelfeldverbund löste sich auf. Als Jan-Simon Symalla das 4:2 versenkte, war die Partie endgültig entschieden.

Die Zahlen sind vernichtend: Seit fünf Auswärtsspielen wartet der FCS auf einen Dreier, die Gegentore-Statistik klettert auf 42 in 26 Partien. Der 16. Tabellenplatz ist keine Momentaufnahme mehr, sondern ein Warnsignal vor den letzten acht Spielen.

Giannikis muss regensburg retten – oder die saison kippen

Giannikis muss regensburg retten – oder die saison kippen

Am Samstag kommt mit Jahn Regensburg der nächste direkte Konkurrent. Beide Klubs trennen nur zwei Punkte, beide haben die gleiche Angst. Wer dann verliert, rutscht bedrohlich nah an die rote Zone heran. Für Giannikis wird es die Stunde der Wahrheit: Entweder er findet binnen einer Woche eine Antwort auf die offene Abwehr – oder der Abstieg droht Realität zu werden.

Die Fans im Ludwigspark werden keine Gnade kennen. Die Spieler schon.