Ducati-desaster in assen: aprilia triumphiert, gigi dall'igna zeigt sich besorgt

Ein Schock für die Roten aus Borgo Panigale: Beim Großen Preis der Niederlande in Assen erlebte Ducati einen schwarzen Tag. Während Aprilia mit einem beeindruckenden Dreifachtriumph glänzte, blieb das Ducati-Team weit hinter den Erwartungen zurück. Besonders bitter: Der bisher führende Marco Bezzecchi patzte, und selbst das Werksteam konnte sich nicht ins Rampenlicht katapultieren.

Dall'igna räumt fehler ein: „ein eher unscheinbarer grand prix“

Gigi Dall'Igna, der CEO von Ducati Corse, ließ die Enttäuschung in seinem LinkedIn-Profil deutlich erkennen. „Für das offizielle Team war dies ein eher unscheinbarer Grand Prix, der zwar mit Entschlossenheit, aber ohne Podestplatzierung gefahren wurde“, so Dall'Igna. „Wir waren einfach nicht so präsent, wie es unsere Rolle erfordert. Aber unser Sport hat genug für alle, und nach Assen stehen wir vor einer sehr offenen Gesamtwertung mit einigen neuen Anwärtern.“

Doch es gab auch Lichtblicke: Die Fahrer Diggia und Alex Márquez zeigten eindrucksvolles Herz und Charakter. „Diggia“, wie Di Giannantonio im Fach genannt wird, bewies einmal mehr seine Schnelligkeit, während Alex Márquez mit einem beeindruckenden fünften Platz (tatsächlich Vierter bis zur letzten Runde) für Furore sorgte. Dall'Igna lobte seinen Kampfgeist und seine Ausdauer.

Besondere Anerkennung sprach Dall'Igna Marc Márquez aus, der trotz eines siebten Platzes mit Stolz und Kampfgeist fahren konnte. „Er ist ein Champion, der für jeden Platz kämpft und immer ein Spektakel bietet. Er hat bewiesen, dass er sich nicht von Rückschlägen unterkriegen lässt.“

Der technische Defekt von Pecco Bagnaia, der aussichtslos in der vierten Position aufgeben musste, wurde von Dall'Igna nur kurz erwähnt. „Er hat gekämpft und verdient hätte, seine positive Erfolgsserie fortzusetzen“, bedauerte der Ducati-Boss.

Brivio und aprilia im fokus: ein verdienter triumph

Brivio und aprilia im fokus: ein verdienter triumph

Dall'Igna zeigte sich anerkennend gegenüber dem Trackhouse Aprilia Team und seinem Teamchef Davide Brivio: „Eine lebhafte Rennveranstaltung, die außergewöhnliche Ergebnisse produzierte, und Aprilia verdoppelte sogar den Erfolg des Sprintrennens. Meine aufrichtigen Glückwünsche gehen an das Team von Davide Brivio.“

Die Situation in Assen verdeutlicht, dass der Kampf um die MotoGP-Weltmeisterschaft alles andere als entschieden ist. Ducati muss nun analysieren, was schiefgelaufen ist, und schnellstmöglich wieder an die Erfolgsspur zurückkehren. Die Konkurrenz schläft nicht, und Aprilia hat eindrucksvoll bewiesen, dass sie zu den Top-Anwärtern gehört.

„Wir müssen diese Tage mit Ruhe, Verständnis und einer positiven Einstellung angehen“, betonte Dall'Igna. „Wir dürfen niemals aufgeben, die richtigen Schlüsse ziehen und mit Zuversicht auf die nächste Herausforderung blicken. Auf geht's, Ducati!“