Dresden gegen kaiserslautern: kann dynamo die negativserie stoppen?
Dynamo Dresden empfängt heute den 1. FC Kaiserslautern – ein Duell, das für die Sachsen bittere Erinnerungen weckt. Historisch gesehen scheinen die Pfälzer ein gefundenes Fressen für die Dresdner zu sein, doch die aktuelle Form wirft Fragen auf. Kann Dynamo die Negativserie unter Thomas Stamm beenden und wichtige Punkte im Aufstiegsrennen sammeln?
Die historische bilanz: ein albtraum für dynamo
Die Vergangenheit liefert ein düsteres Bild: Dynamo Dresden hat in neun Zweitliga-Duellen gegen den 1. FC Kaiserslautern nur zwei Siege und ein Remis errungen. Sechs Niederlagen, ein Schnitt von 2,56 Gegentoren – ein Negativwert, der Dynamo-Fans das Herz schwer macht. Die Erinnerungen an frühere Pleiten lasten schwer, doch Stamm fordert von seiner Mannschaft, sich nicht von der Historie einschüchtern zu lassen.
Doch es gibt Hoffnung: Dresden präsentierte sich in den letzten Heimspielen überraschend stark. Drei Siege aus den letzten vier Partien – so viele Erfolge wie in den 21 vorherigen Heimauftritten zusammengenommen. Die Offensivreihe um Jakob Lemmer (sechs Saisontreffer, 52 Schüsse, 68 Dribblings) und Ben Bobzien (Rückrunden-Topscorer) sorgt für Gefahr. Mit 26 Treffern in der Rückrunde gehört Dynamo zur Spitzengruppe der Liga.

Kaiserslautern in der krise: kann die abwehr das halten?
Der 1. FC Kaiserslautern reist hingegen mit einer Ergebniskrise an die Elbe. Zwei torlose Niederlagen in Serie drohen den vereinsweiten Negativrekord aus dem Herbst 2017 zu übertreffen. In der Rückrunde kassierten die Roten Teufel bereits sieben Niederlagen – nur Magdeburg und Münster waren noch unglücklicher. Besonders auswärts zeigt sich Kaiserslautern anfällig: Vier von sechs Auswärtspartien gingen verloren, und die Abwehr kassierte 15 Gegentore. Die Frage ist, ob die Mannschaft von Torsten Lieberknecht in Dresden ihre Negativserie stoppen kann.
Die Anfangsphase des Spiels könnte entscheidend sein. Beide Teams haben in den ersten 15 Minuten oft Gegentreffer kassiert – Dresden neunmal (nur Fürth öfter), Kaiserslautern ebenfalls neunmal (Darmstadt und Bochum häufiger). Auch Dynamos Tendenz, nach einer Führung Punkte zu verspielen (24 verlorene Punkte nach Führung), ist ein Faktor, der Lieberknecht Hoffnung geben könnte.
Und dennoch: Kaiserslautern ist seit zehn Zweitligapartien gegen Aufsteiger ungeschlagen – ein Positivrekord, der Dynamo-Fans keine ruhige Nacht garantiert. Ein weiterer Erfolg würde die längste Serie dieses Jahrtausends einstellen. Ob Dynamo diese Serie unterbrechen und den Negativtrend gegen Kaiserslautern endlich durchbrechen kann, wird sich zeigen. Die Spannung ist groß, die Ausgangslage ungewiss.
Das Spiel wird nicht im Free-TV übertragen, ist aber live bei Sky im TV und Stream zu verfolgen. Sport1 bietet einen Liveticker an. Die Uhr tickt – Dresden muss heute liefern, um den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren. Die Fans in der Rudolf-Harbig-Stadion dürfen gespannt sein, ob die Mannschaft des Trainers Stamm die Aufgabe meistern kann und endlich den Bann bricht.
