Draisaitl und seider schlagen zu – nhl-siege mit deutschem touch

Die Nacht gehörte ihnen. Leon Draisaitl und Moritz Seider schrieben in der NHL erneut deutsche Sportgeschichte – und das innerhalb von wenigen Stunden. Während der Kölner Superstar die Edmonton Oilers mit einem Tor zum 4:2 bei den Vegas Golden Knights schoss, erledigte der Münchener Verteidiger das selbe bei den Detroit Red Wings: Tor plus zwei Assists beim 3:0 in New Jersey.

Seider startet früh, draisaitl trifft spät

Seiders 1:0 in der vierten Minute war kein schönes, sondern ein nötiges Tor. Es brach den Bann in einem Spiel, das die Red Wings dominierten, aber lange nicht entscheiden konnten. James van Riemsdyk (27.) und Dominik Shine (51.) bauten danach auf Seiders Vorlagen auf – und Detroit bleibt dank 79 Punkten auf Playoff-Kurs in der Eastern Conference.

Draisaitl wartete länger, dafür traf er präzise. Sein 3:1 in der 52. Minute – abermals nach Vorlage von Connor McDavid – war der Knockout für Vegas. Die Oilers festigen Rang sieben in der Western Conference (70 Punkte) und haben Las Vegas (72) bereits im Visier.

Deutsche akteure bestimmen rennen um playoff-plätze

Beide Siege haben eins gemeinsam: Sie kommen zum idealen Zeitpunkt. Nach der Olympia-Pause zählt jeder Punkt doppelt, und genau hier liefern die beiden deutschen Leistungsträger. Draisaitl steht bei 29 Saisontoren, Seider sammelte bereits 41 Scorerpunkte – ein Wert, den in dieser Saison nur zwei Rookies der Defense vorweisen können.

Die Zahlen sind kein Zufall. Sie spiegeln eine Entwicklung wider, in der deutsche Spieler nicht mehr nur mitlaufen, sondern mitbestimmen. Die Oilers haben ohne Draisaitl in dieser Saison nur 38 Prozent ihrer Spiele gewonnen. Die Red Wings holen mit Seider auf dem Eis 0,44 Punkte mehr pro Spiel – ein Plus, das am Ende über Playoff-Teilnahme oder Ferien entscheidet.

Die Saison ist noch lang, aber eines steht fest: Ohne deutsche Tore und Assists wären beide Teams schon jetzt auf verlorenem Posten. Mit ihnen bleibt das Playoff-Feuer in Edmonton und Detroit am Brennen – und das mitten im Kampf um die wichtigsten acht Plätze.