Doohan-debakel bei alpine: jetzt haas-chance?
Die Formel-1-Saison 2025 wird Jack Doohan wohl so schnell nicht vergessen. Der junge Australier erlebte einen Karriere-Einbruch, der seinesgleichen sucht und der nun in einer überraschenden Wendung gipfelt: Wechsel zu Haas als Testfahrer. Doch der Weg dorthin war gepflastert mit Enttäuschungen und sogar persönlichen Angriffen.
Alpine-versprechen zerbricht vorzeitig
Noch vor Beginn der Saison wurde Doohan als heißer Kandidat für ein Cockpit bei Alpine gehandelt. Als erster Junior-Pilot des Teams schien er bereit für den Sprung in die Königsklasse des Motorsports zu sein. Doch dann kam die überraschende Nachricht: Franco Colapinto würde stattdessen eingesetzt. Ein offenes Ziel, das Doohans Ambitionen einen jähen Strich durch die Rechnung zog. Er durfte zwar an einigen Rennen teilnehmen, doch seine Möglichkeiten waren stark eingeschränkt.
Was niemand offen thematisierte, waren die Schattenseiten dieses Deals. Berichten zufolge erlebte Doohan eine äußerst schwierige Zeit, die bis hin zu Drohungen von argentinischen Fans reichte – ein Ausdruck der Enttäuschung über Colapintos Verpflichtung und Doohans Aussortierung. Die Situation eskalierte, und letztendlich wurde die Trennung von Alpine besiegelt.

Mick doohans deutliche worte
Mick Doohan, der fünffache 500cc-Weltmeister und Vater von Jack, hält sich zwar grundsätzlich bedeckt, um seinen Sohn nicht weiter zu belasten, ließ aber in einem Interview deutliche Kritik am Vorgehen von Alpine erkennen. „Ich kann dazu wirklich nichts sagen“, erklärte der MotoGP-Serienchampion. „Aber ich finde, es war unfair. Von Anfang an. Ein Fahrer wurde ersetzt, bevor die Saison überhaupt begonnen hatte. Und das war es im Grunde. Mein Sohn hatte einen langfristigen Vertrag, war der erste Junior-Pilot, der in dieser Weise berücksichtigt wurde. Es wurde klar, aus Gründen, die ich nicht nennen kann, dass eine andere Richtung eingeschlagen wurde.“
Die Unterstützung seines Vaters war für Jack Doohan ein wichtiger Anker in dieser schwierigen Zeit. Mick Doohan begleitete seinen Sohn stets auf seinem Weg und half ihm, die notwendigen Schritte zur Verwirklichung seines Traums zu meistern. Die Entscheidung, bei Haas als Testfahrer anzuheuern, ist nun ein weiterer Schritt in dieser Richtung.
Doohan wird sich weiterhin in anderen Rennserien beweisen, um seine Fitness zu erhalten und auf eine Chance im Formel-1-Cockpit zu hoffen. Haas bietet ihm nun eine Plattform, um sich zu zeigen und zu beweisen, dass er das Potenzial hat, in der Zukunft eine feste Größe im Grand Prix-Zirkus zu werden. Ob er sein Glück in der Königsklasse finden wird, bleibt abzuwarten. Die Zeichen stehen jedoch gut, dass der junge Australier seine Chance nutzen wird – und das bei einem Team, das scheinbar mehr Wert auf die Einhaltung von Verträgen legt.
