Doncic und redick: streit-szene geht viral – „wir wollen nur gewinnen“
Die Kameras erwischten sie in einem Sekundenbruchteil. Luka Doncic stapft zur Bank, JJ Redick hetzt hinterher, Worte fliegen, Vanderbilt schiebt sich dazwischen – Clip veröffentlicht, binnen Stunden Millionen Klicks. Die Liga redet über ein Timeout-Gespräch, als wäre es ein Kabinen-Krach. Dabei war es nichts als ein heißer Moment in einem heißen Spiel.
Redick nimmt sich doncic zur brust – und erklärt danach lachend
„Ich hab nicht mal nachgedacht, Luka vermutlich auch nicht“, sagt Redick vor der Pelicans-Partie und lacht die Reporter an. „Solche Szenen passieren jede Woche. Nur weil die Kameras dabei sind, wird daraus ein Twitter-Sturm.“ Er habe mit Doncic gesprochen, noch während die Warriors den Einwurf ausführten. „Wir sind auf derselben Wellenlänge – beide wollen wir die 50-Punkte-Marke knacken und endlich wieder verteidigen.“
Die Zahlen geben ihm recht: Seit dem All-Star-Break kassiert LA 118,2 Punkte pro 100 Possessions – Platz 23 der Liga. Trotz 37-24 fehlen zwei Siege bis Platz drei, die Rockets sind nur ein Spiel voraus. Die Defensive ist das Problem, nicht die Stimmung. Redick kennt den Slowenen aus gemeinsamen Dallas-Tagen, da ging es schon hitzig zur Sache und endete mit 50 Siegen.

Lakers schielen auf top-3 – aber der zeitplan ist brutal
Die kommenden 22 Spiele lesen sich wie ein Playoff-Kalender: Denver zweimal, Minnesota, OKC, zweimal Houston. Dazu das Suns-Rematch am vorletzten Spieltag, das über Tie-Breaker entscheiden könnte. „Wir müssen nur gesund bleiben“, sagt Doncic nach dem 120-112 in Sacramento. LeBron, er selbst und Austin Reaves verpassten zusammen 49 Partien – das ist die echte Baustelle, nicht ein 15-Sekunden-Zoff an der Seitenlinie.
Die Front Office-Frage bleibt offen: Bleibt Bronny Sr. oder zieht er 2025 weiter? Die Lakers halten sich mit 2,5 Millionen Cap-Space warm, während OKC und San Antonio sich mit Jugend und Draft-Picks überholen. Die virale Mini-Rangelei lenkt davon ab, ist aber letztlich nur ein Ventil für eine Saison, die zwischen Anspruch und Realität pendelt.
Fakt ist: Wer in LA ein Drama sucht, findet es nicht an der Bank, sondern in der Verletzungsliste. Und wenn Redick und Doncic in zwei Wochen gegen Phoenix den Sweep verhindern, hat ohnehin keiner mehr das Handy-Klipp auf dem Schirm. Die Liga vergisst schnell – außer du verlierst.
