Dhfk leipzig: abstieg in die 2. bundesliga droht!
Die Handballer des SC
DHfK Leipzig stehen vor dem Aus in der 1. Bundesliga. Nach einer verkorksten Saison und dem Sieg eines Ex-Trainers über einen direkten Konkurrenten ist der Abstieg in die 2. Bundesliga nur noch eine Frage der Zeit. Der Traum von elf Jahren Bundesliga-Handball scheint damit geplatzt.Ein bitteres comeback für runar sigtryggsson
Der Sieg der HSG Wetzlar am vergangenen Samstagabend (23. Mai 2026) unter der Leitung von Ex-Trainer Runar Sigtryggsson besiegelte das Schicksal des DHfK Leipzig praktisch. Mit einem knappen 29:26-Erfolg gegen den HC Erlangen verhinderte Sigtryggsson nicht nur den Sieg der Leipziger, sondern schob sie gleichzeitig in Richtung des Klassenerhalts der Wetzlander. Die Ironie des Schicksals ist kaum zu übertreffen: Der Mann, der vor wenigen Monaten in Leipzig entlassen wurde, hat nun den Abstieg seines ehemaligen Teams eingeleitet.
Vier Punkte Rückstand und ein desaströses Torverhältnis machen die Situation für den SC DHfK nahezu aussichtslos. Zwei Spieltage vor Saisonende beträgt der Rückstand auf den rettenden Nichtabstiegsplatz vier Punkte. Hinzu kommt das Torverhältnis, das mit -38 Toren ein düsteres Bild zeichnet. Die Leipziger haben in dieser Saison lediglich drei Siege errungen – zu wenig, um den Abstiegskampf erfolgreich zu bestreiten.

Was die zukunft bringt: sachsen-derby und wiedersehen mit ex-trainern
Die verbleibenden Partien gegen den TBV Lemgo (3. Juni) und GWD Minden (7. Juni) bieten zwar theoretisch noch die Möglichkeit, doch die Chancen stehen schlecht. Im Falle eines Abstiegs würde ein spannendes Sachsen-Derby gegen den HC Elbflorenz auf die Leipziger warten. Auch ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Trainer André Haber, der knapp den Aufstieg mit Elbflorenz verpasste, ist denkbar. Zudem könnte Uwe Jungandreas, der aktuell mit EHV Aue in der Aufstiegsrunde um den Aufstieg in die 2. Bundesliga kämpft, in die Zweitklassigkeit zurückkehren.
Der Wechsel von Raul Alonso, der glücklose Spanier, der im November als Nachfolger von Sigtryggsson präsentiert wurde, und die anschließende Verpflichtung von Frank Carstens, der zwar als Magdeburger Erfolge feierte, den Abstieg jedoch nicht verhindern konnte, unterstreichen die sportliche Misere des DHfK Leipzig. Die Ära der Bundesliga-Handball in Leipzig scheint damit zu einem Ende zu kommen. Ein trauriger Abschied nach elf Jahren.
