Dhb-frauen: fünf monate handball-wüste nach belgien-sieg!

Hamm – Ein 45:25 gegen Belgien, eine makellose EM-Qualifikation – und dann Stille. Für die DHB-Handballerinnen deutet alles auf eine ungewöhnlich lange Pause hin. Bundestrainer Markus Gaugisch äußerte sich sichtlich bedrückt über die bevorstehenden fünf Monate ohne Länderspiel-Einsatz im Nationaltrikot.

Die lange leere vor dem em-rennen

Die lange leere vor dem em-rennen

Die Vizeweltmeisterinnen müssen sich bis September gedulden, bevor sie unter Gaugischs Leitung wieder zusammenkommen. Zwar sind im September und Oktober noch zwei Länderspiel-Fenster geplant, doch die Gegner stehen noch nicht fest. Der Fokus liegt nun darauf, die Grundlagen für die Europameisterschaft im Dezember in Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei zu festigen. „Wir wollen nicht bei Null anfangen“, betonte Gaugisch bei ProSieben MAXX. Es gilt, einen soliden Standard zu etablieren, auf dem die Mannschaft aufbauen kann.

Obwohl die DHB-Auswahl in der Qualifikation dominant war, mit sechs Siegen aus sechs Spielen und einer Bilanz von 12:0 Punkten, wurden sie in den letzten Partien, insbesondere gegen Belgien und Nordmazedonien, nicht wirklich herausgefordert. Die überforderten Belgierinnen konnten dem Druck der deutschen Mannschaft kaum standhalten.

Die Leistung gegen Belgien bot Gaugisch jedoch die Möglichkeit, unter Wettkampfbedingungen zu testen und Nachwuchskräften wie Jana Walther wertvolle Spielzeit zu ermöglichen. Kapitänin Antje Döll brillierte mit sieben Toren und war damit die beste Schützin des Abends. Spielmacherin Alina Grijseels feierte an ihrem 30. Geburtstag einen gelungenen Auftritt. „Es soll ein Startschuss sein“, sagte Grijseels nach dem Kantersieg. Die Energie und der Hunger der jungen Spielerinnen sind ein wichtiges Signal an die etablierten Kräfte.

Gaugisch möchte „Stück für Stück“ weiterarbeiten und ab September wieder „Vollgas in Richtung EM“ geben, um die Qualität und Form zu erreichen, die das Team bei der WM zeigte. Die Auslosung der EM-Gruppen am Donnerstag in Kattowitz wird entscheidend sein, um die weiteren Planungen festzulegen und zu bestimmen, wo Deutschland bei der Endrunde spielen wird.

Die ungewöhnliche Handball-Wüste, die nun auf die DHB-Frauen wartet, stellt eine besondere Herausforderung dar. Gaugisch muss nun kreative Wege finden, um die Mannschaft während der Pause fit und motiviert zu halten, damit sie im Dezember in Polen und Umgebung eine starke Leistung zeigen kann.