Magaard feiert comeback – doch kiel macht's deutlich!
Ein Raunen ging durch die Hamburger UKK, als Andreas Magaard, nach langer Verletzungspause, sein Comeback im Nordderby gegen den THW Kiel feierte. Doch die Freude währte nicht lange: 27:34 – eine deutliche Niederlage für den HSV.

Die rückkehr des kreisläufers: mehr als nur ein hoffnungsschimmer
Vier Monate Ausfallzeit, eine Operation und die Frage, ob das Comeback am Dyn-Mikrofon überhaupt möglich sei. Andreas Magaard grinste bei der Frage nach seiner eigenen Überraschung. Der dänische Kreisläufer, der seit dem 14. Dezember nicht mehr in Aktion war, wirkte zwar als Faktor, konnte aber die beeindruckende Wurfgewalt des Rekordmeisters nicht aufhalten. „Ich war vier Monate raus, das heißt, ich hab noch ein bisschen Luft nach oben.“, so Magaard nach dem Spiel. Ein realistisches Statement, das die noch nicht ganz verheilte Wunde offenbart.
Torsten Jansens Analyse war unerbittlich. „Wir wussten von Anfang an, dass uns ein Gegner erwartet, der genau dieses Spiel spielen will und uns vor große Aufgaben stellt.“ Doch es war mehr als das. Es lag an der fehlenden Konsequenz in der Verteidigung, an der mangelnden Aufmerksamkeit in entscheidenden Momenten, die Kiel gnadenlos ausnutzte. „Das sind dann die Situationen, die sich im Spiel summieren und am Ende den Unterschied machen“, betonte der Trainer.
Die Zahlen lügen nicht: Kiel dominierte im Rückraum, während der HSV am Ende einer offenen Rechnung hinterließ. Die Möglichkeit, das Spiel enger zu gestalten, war da, doch das konsequente Durchziehen des eigenen Spiels blieb aus. Ein ärgerlicher Rückschlag für den Verein, der sich im Sommer von Magaard verabschieden muss, der in seine Heimat zu GOG zurückkehrt.
Es bleibt die Frage, ob dieses Comeback ein Vorgeschmack auf seine Leistungen in den letzten Spielen sein kann, oder ob die lange Verletzungspause noch immer einen unauslöschlichen Stempel auf sein Spiel hinterlassen hat. Eines ist jedoch gewiss: Der HSV benötigt mehr als nur einen einzelnen Spieler, um gegen die schlagkräftigen Mannschaften der Handball-Bundesliga zu bestehen. Die Niederlage gegen Kiel verdeutlicht die notwendige Entwicklung und die Aufgaben, die noch zu bewältigen sind.
