Dhb-frauen brettern mit vollgas in die zukunft – gaugisch zieht die nächsten pässe
Sie haben gerade erst
die EM-Tickets gebucht, schon sitzen sie wieder am Schalthebel. Markus Gaugisch lässt in Heidelberg die Maschine aufdrehen, und seine Handballerinnen legen einen Gang ein, der selbst alte WM-Fans staunen lässt: 33:18 gegen Olympia-Teilnehmer Slowenien, Tabellenplatz sicher, Fahrplan offiziell auf Turbo umgestellt.
Gas geben, smarts tauschen, kader würfeln
Die Nacht war kurz, Lorenz Büffels Schlager hallte noch über die Halle, da stand Katharina Filter schon wieder im dänischen Esbjerg auf dem Trainingsparkett. Ein Monat bis zum nächsten Länderspiel, das reicht, um Muskelkater zu vertreiben – und um Gaugischs nächsten Plan zu entfalten. Denn der Bundestrainer sieht trotz des Kantersiegs Baustellen, vor allem in der Deckung, wo Xenia Smits und Aimée von Pereira fehlen.
Doch statt zu jammern, nutzt er die Luxus-Situation der vorzeitigen Qualifikation. „Wir wollen anderen eine Chance geben“, sagt er und meint damit nicht bloß ein paar Minuten Einsatzzeit, sondern echte Konkurrenz um jeden Quadratmeter Parkett. Die EM-Endrunde vom 3. bis 20. Dezember in fünf Ländern rückt näher, und Gaugisch will wissen, wer bei 200 Stundenkilometern noch zupackt.
Die Spielerinnen selbst spüren den Druck der Geschwindigkeit – und genießen ihn. „Wir haben den Fans gezeigt, dass unser Handball Begeisterung auslöst“, sagt Emily Vogel. Die Botschaft: Die Party ist vorbei, der Turbo ist erst angeknipst. April steht mit Skopje und Hamm noch einmal auf dem Programm, aber das ist nur die Haltestelle vor dem großen Sprint.
Ende Dezember will die DHB-Auswahl wieder oben auf dem Podest stehen. Gaugisch hat den Fuß am rechten Pedal – und er wird ihn nicht mehr herunternehmen.
