Dfb-frauen peitscht österreich an: minge kündigt derby-gefühle an

Nürnberg fiebert! Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft will im Duell gegen Österreich die nächste Hürde in der WM-Qualifikation nehmen und den beeindruckenden Saisonstart festigen. Nach zwei souveränen Siegen gegen Slowenien und Norwegen ist das Team von Christian Wück bereit für ein weiteres Kapitel – und Vize-Kapitänin Janina Minge warnt vor leichten Unterschätzungen.

Derby-vibes und vertraute gegner

„Spiele gegen Österreich sind immer etwas Besonderes“, betont Minge, die sich auf die anstehenden Partien am Dienstag in Nürnberg und am 18. April in Ried einigt. Die Atmosphäre soll an ein derby erinnern, denn viele Spielerinnen kennen sich aus der Bundesliga. Diese Vertrautheit macht die Vorbereitung nicht einfacher, sondern fordert höchste Konzentration von allen Beteiligten. „Es werden zwei extrem harte Spiele“, prophezeit die Wolfsburgerin, die als zentrale Figur im Mittelfeld eine Schlüsselrolle einnehmen wird.

Die Erinnerungen an die Nations League Spiele im vergangenen Jahr sind zwar verheißungsvoll – die DFB-Elf setzte sich damals klar mit 4:1 und 6:0 durch – doch Minge mahnt zur Vorsicht. „Das ist Geschichte“, sagt sie. „Wir müssen uns auf das konzentrieren, was kommt.“ Die WM 2027 in Brasilien rückt näher, und jeder Punkt ist entscheidend, um die Qualifikation sicherzustellen.

Selbstvertrauen und flache hierarchien im dfb-team

Selbstvertrauen und flache hierarchien im dfb-team

Der Aufbau im Trainingslager in Herzogenaurach läuft nach Plan. Die Spielerinnen sind eingespielt und hochmotiviert. Minge selbst strahlt Selbstbewusstsein aus. „Ich habe immer mehr Vertrauen in mich selbst bekommen. Das ist der Schlüssel zum Erfolg“, erklärt sie. Im DFB-Team herrscht eine offene und harmonische Atmosphäre. „Wir haben gar nicht so viele Themen, die hier ernsthaft diskutiert werden. Es läuft bei uns, deshalb gibt es wenig zu meckern“, lacht sie. Die flachen Hierarchien fördern den Austausch und die gegenseitige Unterstützung. Jede Spielerin kann ihre Meinung äußern, und das Team profitiert von der Vielfalt an Perspektiven.

Doch Minge ist mehr als nur eine harmonische Teamplayerin. Als ausgebildete Polizistin zeichnet sie sich durch Übersicht und taktisches Verständnis aus. Sie ist vielseitig einsetzbar – ob in der Innenverteidigung, auf der Sechserposition, im Mittelfeld oder sogar als Stürmerin. Und wer hätte gedacht, dass sie einmal als Torhüterin zum Einsatz kommen würde? Nach dem Platzverweis von Stina Johannes im Bundesliga-Spiel gegen Union Berlin sprang sie ein und bewies einmal mehr ihre Flexibilität und ihren Teamgeist. „Jetzt kann ich wirklich von mir behaupten: Ich habe jede Position gespielt“, schmunzelt sie.

Mit 30 Länderspieleinsätzen gehört Janina Minge zu den erfahrenen Kräften im deutschen Team und ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg. Die kommenden Spiele gegen Österreich werden zeigen, ob die DFB-Frauen ihre beeindruckende Form bestätigen und den Weg zur WM in Brasilien weiter ebnen können. Die Vorzeichen stehen gut, aber eines ist klar: Es wird kein Spaziergang.