Deutschland gegen österreich: wück setzt auf frühe offensivwucht
Nürnberg fiebert dem Duell mit Österreich entgegen – und das aus gutem Grund. Die deutsche Nationalelf reist mit breiter Brust und positiven Erinnerungen an das Max-Morlock-Stadion an, wo bereits im Februar ein klarer 4:1-Sieg gegen die Österreicher gefeiert werden konnte. Bundestrainer Christian Wück will anknüpfen und die Momentum aus den jüngsten Erfolgen nutzen.
Selbstvertrauen und taktische vorbereitung
Für Christian Wück ist die Rückkehr nach Nürnberg immer etwas Besonderes. „Es weckt Erinnerungen“, so der Bundestrainer, der 1990 als 17-jähriger Jungspund sein Bundesliga-Debüt für den Club feierte und dort als „Joker-Legende“ in fast 100 Spielen immer wieder für wichtige Treffer sorgte. Er blickt erwartungsvoll auf das WM-Qualifikationsspiel am Dienstag und betont: „Wir wollen wiederholen, was wir hier letztes Jahr gesehen haben.“
Auch Linda Dallmann, Leistungsträgerin des FC Bayern München, schätzt die positiven Erinnerungen an das Spiel gegen Österreich in Nürnberg. „Das Spiel war vor allem in der zweiten Halbzeit gut“, erinnert sie und fordert: „Wir müssen am Dienstag zwei gute Halbzeiten zeigen – das ist etwas, das wir in den letzten Monaten oft ankreiden mussten.“
Wück legt den Fokus auf Timing und Spielkontrolle. „Ein großer Schwerpunkt war das Timing im Loslaufen, im Passspiel, im Räume öffnen und Räume bespielen“, erklärt der Bundestrainer. „Das ist ein Punkt, an dem wir viel mit den Spielerinnen gearbeitet haben.“

Österreich erwartet mit offenem visier
Während die deutsche Mannschaft selbstbewusst auf den Gegner blickt, erwartet Dallmann ein offensiv eingestelltes Österreich. „Wir erwarten, dass Österreich von der ersten Minute an ein Tor schießen will“, so die Offensivspielerin. Die Österreicherinnen stehen derzeit auf dem letzten Tabellenplatz der Gruppe 4 und müssen im Duell gegen Deutschland punkten, um ihre Chancen auf die WM-Qualifikation zu wahren. Dallmann betont aber auch die Qualität des österreichischen Kaders: „Man sieht, dass sehr viel Qualität in der Mannschaft steckt.“
Die Ausgangslage für die deutsche Mannschaft ist dank der furiosen Siege gegen Slowenien (5:0) und Norwegen (4:0) exzellent. „Die ersten zwei Spiele waren schon ein Stück weit furios“, jubelt Dallmann. „Wir können befreit spielen, selbstbewusst, und das erwarte ich auch von uns.“
Am Dienstag wird sich zeigen, ob die deutsche Nationalelf ihre Dominanz gegen Österreich bestätigen und den nächsten wichtigen Schritt in Richtung WM machen kann. Wück und Dallmann sind optimistisch – und wollen den Fans ein attraktives Spiel mit einem klaren Ergebnis präsentieren.
