Deutsche wm-historie: völler enthüllt, was eine turniermannschaft wirklich ausmacht

Ein neues Buch taucht tief in die bewegte Geschichte der deutschen Nationalmannschaft bei Weltmeisterschaften ein – und enthüllt überraschende Einblicke von DFB-Sportdirektor Rudi Völler. „Die Turniermannschaft – die Chronik der deutschen WM-Spiele“ beleuchtet nicht nur die Triumphe, sondern auch die Rückschläge, die das Team über Jahrzehnte geprägt haben.

Von seeler bis häßler: die qualifikations-helden

Seit 1934 bestritt Deutschland 112 WM-Spiele. Doch was macht eine „Turniermannschaft“ wirklich aus? Völler erklärt im Buch, dass es oft die Fähigkeit war, sich im Laufe eines Turniers zu steigern, auch wenn die Leistungen nicht immer überzeugten. Er erinnert sich an legendäre Momente, bei denen die deutsche Mannschaft trotz qualitativer Nachteile immer wieder weit kam – wie 1982, 1986 oder 2002. Die beeindruckende Bilanz spricht für sich: 13 von 20 Weltmeisterschaften wurden die maximal möglichen Spiele absolviert, acht Endspiele erreicht und fünf Partien um Platz drei ausgetragen. Keine andere Nation hat so viele WM-Finals gesehen oder häufiger Spiele nach einem Rückstand gedreht – 24 Mal!

Die Qualifikationen selbst waren oft ein nervenaufreibender Akt. „Es ist schon bemerkenswert, dass wir uns immer qualifiziert haben, obwohl es oft auch knapp war bis zum letzten Spiel“, so Völler. Er schildert packende Momente wie 1965, als Uwe Seeler mit einer halben Achillessehne für die Qualifikation kämpfte, oder 1969, als Stan Libuda gegen Schottland rettete. Selbst vor der WM 1990 war es Icke Häßler, der mit seinem entscheidenden Treffer gegen Wales für Jubel sorgte. Auch der Weg zur WM nach einem holprigen Start zeigt den unbändigen Willen der Mannschaft.

Völlers analyse: mehr als nur titel

Völlers analyse: mehr als nur titel

„Dass wir es oft geschafft haben, uns während eines Turniers zu steigern, und dass es schwer war, uns zu schlagen, obwohl wir nicht immer überzeugend gespielt haben“, fasst Völler die Essenz einer erfolgreichen deutschen Turniermannschaft zusammen. Die Dominanz zwischen 1982 und 1990, als Deutschland dreimal hintereinander das Finale erreichte – ein Erfolg, den keine andere Nation vorweisen kann – unterstreicht diese These. Doch Völler mahnt auch zur Bescheidenheit: „Aber schon damals war nicht alles Gold, was glänzte.“

Das Buch „Die Turniermannschaft – die Chronik der deutschen WM-Spiele“ (Arete-Verlag, 32 Euro) bietet einen umfassenden Überblick über die deutsche WM-Geschichte und enthält weitere exklusive Aussagen von Rudi Völler. Ein Muss für jeden Fußballfan, der die Höhen und Tiefen der deutschen Nationalmannschaft verstehen möchte.