Deutsche volleyballerinnen stolpern mit 0:3-klatsche aus kanada

Québec – Einmal mehr bleibt der Aufwärtstrend nur eine Illusion. Das deutsche Team verlässt die Verte-Nation-League-Station im kanadischen Québec nach einer 0:3-Heimschlappe gegen die USA mit drei Pleiten in Serie und einer bitteren Wahrheit: Die Lücken zu den Spitzen bleiben klaffend.

Der absturz in zahlen

22:25, 15:25, 12:25 – die Satzfolenzählt wie ein Gedächtnisprotokoll einer Ohnmacht. Zum zweiten Mal binnen zwei Tagen ging ein Satz unter 15 Punkten verloren. Als hätten die Schmetterlinge plötzlich Blei in den Flügeln. Emilia Weske stemmte sich mit zwölf Punkten gegen das Unvermeidbare, Kapitänin Camilla Weitzel kam auf acht. Doch wer braucht Statistiken, wenn der Flow fehlt?

Leana Grozer, vor zwei Tagen noch der Stimmungskanon, verließ angeschlagen das Feld. Ohne ihre Aufschlaggranaten plätscherte der deutsche Angriff vor sich hin. Die US-Amerikanerinnen spielten wie ein durchprogrammierter Loop: jede Annahme sauber, jeder Angriff mit Nachdruck.

Jetzt kocht ankara

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Die Reise geht weiter – schneller als gewollt. Am 17. Juni beginnt in Ankara der nächste VNL-Stopp. China, Belgien, Gastgeber Türkei – drei Gegner, die sich die deutschen Mädels gerade selbst auf die Agenda gesetzt haben. Die Top Eight bleibt das Ziel, doch nach drei Pleiten in Folge rückt das Viertelfinale von 2025 in weite Ferne.

Giulio Bregoli stand nach dem Spiel wie angewurzelt an der Linie. Kein Gestikulieren, kein Wort. Die Stille wirkte lauter als jedes Coaching. Wenn die Europameisterschaft am 21. August startet, muss dieses Team eine andere Geschichte schreiben – sonst bleibt nur die Statistik als trauriger Trost.