Zverev zerlegt querrey nach french open triumph: „ich liebe es, dir das leben schwer zu machen!

Alexander Zverev hat nach seinem historischen Sieg bei den French Open für einige humorvolle Momente gesorgt. Der Hamburger, der sich im Finale gegen Flavio Cobolli durchsetzte, nahm seinen ehemaligen Kontrahenten und Experten Sam Querrey auf charmante Weise aufs Korn – und offenbarte dabei eine überraschende Facette seiner Persönlichkeit.

Die verbale abrechnung nach dem triumph

Direkt nach dem Match, noch auf dem Centre Court Philippe-Chatrier, ließ Zverev seiner Frustration freien Lauf. Mit einem Augenzwinkern fragte er, warum Querrey überhaupt bei TNT Sports arbeite, und stellte die Frage in den Raum, wer den Ex-Profi überhaupt eingestellt habe. Dieser Ausbruch, vor dem Hintergrund der zahlreichen Champions, die im Sender vertreten sind, sorgte für Gelächter bei den anwesenden US-amerikanischen Experten wie Jim Courier, Sloane Stephens und John Isner.

Doch die Geschichte geht weiter. Zverev erklärte, dass er und Querrey eine „Hassliebe“ verbinde, und fügte hinzu: „Ich liebe es, dir das Leben schwer zu machen.“ Diese Bemerkung, verbunden mit der Erinnerung an ihre früheren Duelle – Zverev gewann alle drei Begegnungen gegen Querrey ohne Satzverlust –, verdeutlichte die Rivalität, die von gegenseitigem Respekt und spielerischem Neid geprägt ist. Querrey, der selbst nie einen Grand-Slam-Titel gewinnen konnte und dessen höchste Weltranglistenposition bei Rang elf lag, wurde von Zverevs Worten nicht geschädigt, sondern amüsiert.

Krämpfe als mentaler vorteil?

Krämpfe als mentaler vorteil?

Ein weiteres überraschendes Detail, das Zverev preisgab, war die Rolle, die Krämpfe in seinem Sieg spielten. Der Olympiasieger erklärte, dass die Krämpfe, die er aufgrund mentaler Anstrengung erlitt, ihm paradoxerweise halfen, sich zu konzentrieren. „Ich war sehr nervös – bis ich die Krämpfe hatte, das hat mir geholfen“, so Zverev. „Ich glaube, dass ich im fünften Satz besser gespielt habe als zuvor. Ich glaube sogar, dass ich heute dank der Krämpfe gewonnen habe.“ Eine Aussage, die seine außergewöhnliche mentale Stärke unterstreicht.

Die Äußerungen Zverevs, gepaart mit seiner ehemaligen Rivalität mit Querrey, lassen eine interessante Dynamik erkennen. Der Sieg bei den French Open scheint ihn nicht nur sportlich, sondern auch charakterlich weiterentwickelt zu haben. Die ironische Art und Weise, wie er den Triumph feierte, zeugt von Selbstbewusstsein und einer gesunden Portion Humor.

Am Ende des Interviews ließ Zverev jedoch die Rivalität hinter sich und erklärte versöhnlich: „Sam, ich liebe dich immer noch, keine Sorge. Es ist einfacher, dich zu lieben, wenn ich diese Trophäe hier halte.“ Ein passender Abschluss für eine Begegnung, die sowohl von Konkurrenz als auch von Freundschaft geprägt war.