Del toro rettet mexiko vor milan-dreierpack: tirreno-adriatico endet mit pogacar-vorbote

San Benedetto del Tronto – Ein Mexikaner stoppt die italienische Siegesserie, ein Italiener fährt den Hattrick. Isaac Del Toro küsst den Trophäe, Jonathan Milan küsst den Asphalt. Beide gehen als Gewinner vom Tirreno-Adriatico, nur die Frage ist: Wer darf die größere Geschichte erzählen?

Milan dreht auf, del toro dreht durch

142 flache Kilometer, ein Zielbogen wie eine Arena, und wieder ist es Milan, der sich in den Schatten wirft. Dreimal in Folge entscheidet der 25-jährige Lidl-Trek-Sprinter die Schlussankunft für sich – diesmal vor Sam Welsford und Laurenz Rex. Die Uhr stoppt bei 3:19:47 Stunden, die Herzen der Italiener ein paar Takte schneller.

Doch Milan gewinnt nur die Etappe. Die Wertung, die zählt, trägt ein anderes Gesicht. Del Toro hatte am Samstag auf dem Monte Carpegna dem Feld die Leviten gelesen, 41 Sekunden Vorsprung herausgefahren, das Rosa-Trikot an sich gerissen. Was blieb, war ein Sonntag zur Routine: sich verstecken, Rad halten, nicht stürzen. Geschafft. Der 22-jährige Mexikaner wird zum ersten Mexikaner, der das «Rennen zwischen den Meeren» gewinnt. Statistik-Verdienst oder Vorzeichen?

Die mailand-sanremo-vorfreude steigt

Die mailand-sanremo-vorfreude steigt

Nächste Woche rollt der Saison-Klassiker. Del Toro wird nicht führen, er wird leiten. Im Dienst von Tadej Pogacar. Die Nummer eins der Welt braucht keine neue Domestik, aber eine, die frisch ist. Del Toro liefert. Mathieu van der Poel, der Rivale mit den zwei Etappensiegen hier, dürfe aufmerksam geworden sein. Die Favoritenrolle für Sanremo ist noch nicht verteilt, aber die Nachricht ist angekommen: UAE-Team Emirates hat zwei Karten – eine davon trägt ein mexikanisches Gesicht.

Die Adria glitzert, die Räder sind verstaut. Milan kann feiern, Del Toro auch. Und wir? Wir warten auf Samstag, wenn die Via Roma entscheidet, ob ein Helfer zum Helden wird.