Deb analysiert olympia-aus: zu viel eiszeit für nhl-stars?

Olympia-debakel in mailand – deb beginnt umfassende analyse

Nach dem enttäuschenden Viertelfinal-Aus bei den Olympischen Winterspielen in Mailand hat der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) eine detaillierte Analyse angekündigt. Im Fokus steht dabei auch die Eiszeitverteilung während des Turniers. Sportdirektor Christian Künast betonte nach der 2:6-Niederlage gegen die Slowakei, dass man sich intensiv mit allen Aspekten auseinandersetzen werde. „Wir wollten natürlich mehr erreichen und hätten uns ein Weiterkommen gewünscht“, so Künast.

Fokus auf die nhl-stars: draisaitl, stützle und peterka

Fokus auf die nhl-stars: draisaitl, stützle und peterka

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Einsatzzeit der NHL-Stars im deutschen Team, insbesondere von Leon Draisaitl, Tim Stützle und John-Jason Peterka. Es entstand der Eindruck, dass Bundestrainer Harold Kreis stark auf diese Top-Spieler gesetzt und ihnen dementsprechend viel Eiszeit gewährt hat. Dies wirft Fragen nach einer ausgewogenen Belastung auf.

Künast räumt diskussionsbedarf ein

Künast räumt diskussionsbedarf ein

„Die besten Spieler müssen natürlich die meiste Eiszeit bekommen, und das wurde auch versucht“, erklärte Künast. „Ob es am Ende vielleicht die ein oder andere Sekunde zu viel war, das kann man durchaus diskutieren.“ Er räumte ein, dass eine Überbeanspruchung der Top-Stars möglicherweise eine Rolle gespielt habe. Die Analyse soll Klarheit darüber bringen, ob die Eiszeitverteilung optimal war.

Kreis gesteht mögliche fehler ein

Auch Bundestrainer Harold Kreis zeigte sich offen für Kritik. „Die Frage ist vielleicht berechtigt, ob ich sie zu viel eingesetzt habe“, gab Kreis zu. Er betonte jedoch, dass eine gleichmäßige Verteilung der Eiszeit auf alle Spieler unrealistisch sei. „Dass alle die gleiche Eiszeit bekommen, das wird es nicht geben.“

Teamgeist trotz niederlage

Trotz des Ausscheidens betonte Künast, dass das Team eine Einheit gebildet habe. „Wir haben eine Gruppe, die zusammen an einem Strang gezogen hat“, sagte er. Das Erreichen des Viertelfinals mit dem Männer- und Frauenteam wurde als Erfolg gewertet, dennoch wolle man sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen.

Ausblick und selbstkritik des deb

„Wir dürfen auch nicht sagen, dass wir alles richtig gemacht haben“, mahnte Künast. Die Analyse soll dazu dienen, Schwachstellen zu identifizieren und sich für zukünftige Turniere besser aufzustellen. Der DEB will aus den Fehlern lernen und die Nationalmannschaften optimal vorbereiten, um in Zukunft noch erfolgreicher zu sein. Eine offene Kommunikation und konstruktive Kritik sind dabei unerlässlich.

Feedback erwünscht

Haben Sie einen Fehler entdeckt oder möchten Sie uns Feedback geben? Schreiben Sie uns gerne direkt hier!