De la fuente schlägt zurück: „rassisten haben im fußball nichts verloren“

Luis de la Fuente trat mit zitternder Stimme vor die Mikrofone, doch die Botschaft war klar: „Das ist die Meinung aller. Das ist untragbar. Eine absolute Verweigerung.“ Die rassistischen Sprechchöre gegen Lamine Yamal und Nico Williams im RCDE-Stadium hatte er Sekunden zuvor noch aus der Nähe mitbekommen – und sofort reagiert.

Der protest kam vom spielfeld

Stadionsprecher warnte über Lautsprecher, Anzeigentafel blinkte rot. Die Mehrheit der 33.000 pfiff die Unbotmäßigen nieder. „Gewalttäter nutzen den Fußball, sie gehören nicht dazu“, so der Nationalcoach. Spanien besiegte Ägypten 3:1, doch die Schlagzeilen schrieb eine Minderheit.

Danach drehte sich das Gespräch Richtung Italien. Dreimal in Folge haben die Azzurri eine WM verpasst – für de la Fuente ein Beleg dafür, wie schwer sich der Titelverteidiger qualifiziert. „Wir reden nicht mehr bloß vom sportlichen Wettbewerb, sondern von Präzision bis ins Detail.“

Joan garcía lacht über cornellà-comeback

Joan garcía lacht über cornellà-comeback

Über Joan García, der nach fünf Jahren Heimspiel-Pause wieder im Estadi Cornellà-El Prat stand, brach der Coach in schallendes Lachen aus. „Stellt euch vor, der Junge fragt, ob das sein Debüt sei. Maribel, was für ein Niveau!“, spielt er auf ein spanisches Running-Gag-Meme an. García hielt als Ersatz-Keeper souverän, doch die Pointe lieferte der Coach.

Die Torhüterdiskussion – vier statt drei Keeper mit in die Vorbereitung – winkte er ab. „Wenn ich dürfte, würde ich alle vier mitnehmen. Die Zusammenarbeit war so positiv, dass die Entscheidung für drei nur Formsache bleibt.“ Bis zur endgültigen 23er-Liste will er jeden Trainingstag nutzen, um Leistung und Charakter auszuloten.

Am Ende bleibt eine Erkenntnis: Spanien spielt nicht nur elegant, es weist auch rassistische Randale in die Schranken. Und de la Fuente? Der steht davor, seine erste große Feuerprobe zu bestehen – mit der WM-Ticket-Vergabe und mit der Gesellschaft im Rücken.