Davos gegen zsc: dramatik pur – wer krönt sich zum meister?

Die Halbfinalserie zwischen dem HC davos und den ZSC Lions ist eine Achterbahnfahrt der Emotionen. Nach zwei packenden Spielen steht es 1:1, und die Spannung im Eis steht einem zu spüren. Die Fans dürfen sich auf weitere nervenaufreibende Duelle freuen, denn die Entscheidung, wer den Meistertitel erringen wird, ist noch längst nicht gefallen.

Statistiken lügen nicht – doch das spiel ist mehr

Die Zahlen der ersten beiden Begegnungen offenbaren einiges, doch sie erzählen nicht die ganze Geschichte. Während die ZSC Lions in beiden Spielen mehr Schüsse auf das gegnerische Tor brachten – insgesamt 110 Schüsse gegenüber 92 von davos – war der HCD im ersten Spiel überraschend erfolgreich. Die sogenannte „Expected Goals“-Statistik (xG) deutete sogar auf einen möglichen Auswärtssieg der Zürcher hin: 4,15 xG für die Lions im Vergleich zu 3,74 für davos. Das erste Spiel ging dennoch mit 4:2 an die Bündner, was zeigt, dass auch Glück und Tagesform eine Rolle spielen.

Im zweiten Spiel war die Überlegenheit der ZSC Lions deutlicher erkennbar. Mit einem xG-Wert von 3,48 zu 2,17 dominierten sie das Spielgeschehen. Die 55 Schüsse im Vergleich zu 43 von davos und die beeindruckenden 10:3 „High Danger Chances“ sprechen für sich. Das 3:1 für die Lions war hochverdient. Doch die Serie ist noch jung.

Die schlüsselspieler im fokus: torhüter-duell und depth players

Die schlüsselspieler im fokus: torhüter-duell und depth players

Ein entscheidender Faktor in dieser Serie wird zweifellos das Torhüterduell zwischen Simon Hrubec (davos) und Sandro Aeschlimann (ZSC) sein. Beide Keeper haben bisher eine herausragende Leistung gezeigt. Aeschlimann stahl im ersten Spiel seinem Team den Sieg mit einer Fangquote von 94 Prozent und rettete 1,27 Tore. Hrubec steigerte sich im zweiten Spiel deutlich auf 95 Prozent, konnte aber die Niederlage nicht verhindern.

Neben den Stars dürfen die sogenannten „Depth Players“ – die Spieler in der dritten und vierten Linie – ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Marco Bayer, Coach der ZSC Lions, hat in Chris Baltisberger einen Spieler gefunden, der sich in dieser Serie in überragender Form präsentiert. Seine drei Tore in zwei Spielen waren ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Lions. Auch auf Seiten von Davos sorgte Simon Knak, der ab Sommer für die ZSC Lions spielen wird, für einen wichtigen Moment mit dem Gamewinner im ersten Spiel.

Die Powerplay-Statistik spricht ebenfalls für die ZSC Lions: Sie erzielten bei sieben Powerplay-Gelegenheiten zwei Tore (28,57 Prozent), während Davos in sechs Überzahlversuchen nur einmal erfolgreich war (16,67 Prozent).

Die Serie ist völlig offen. Die Zürcher zeigen zwar spielerische Überlegenheit, doch Davos hat bewiesen, dass sie zuhause zuschlagen können. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob die Lions ihre Dominanz bestätigen können oder ob die Bündner die Wende schaffen.

Die entscheidung fällt im direkten vergleich

Die entscheidung fällt im direkten vergleich

Die Spannung ist kaum auszuhalten. Die Fans dürfen sich auf weitere dramatische Duelle zwischen Davos und den ZSC Lions freuen. Wer am Ende die Nase vorn hat, wird sich erst im direkten Vergleich zeigen. Die nächste Partie ist bereits in greifbarer Nähe.