Davis cup: deutschland ohne zverev gegen peru – routiniers müssen ran
Premiere und pflicht für das deutsche team
Düsseldorf – Für das deutsche Davis-Cup-Team wird das erste Duell mit Peru am Freitag in der Düsseldorfer Mehrzweckhalle Castello zu einer Kombination aus Premiere und Pflichtaufgabe. Kurz nach dem Aus von Alexander Zverev bei den Australian Open steht der Top-Spieler nicht zur Verfügung, was die Verantwortung auf erfahrene Kräfte verlagert. Es ist eine Herausforderung, aber auch eine Chance, die Breite des deutschen Teams zu zeigen.

Zverevs ausfall und die rolle der routiniers
Die Absenz von Alexander Zverev ist ein herber Verlust, doch Jan-Lennard Struff (35) und Yannick Hanfmann (34) sollen die Lücke füllen. Beide Spieler sind erfahrene Kräfte im deutschen Tennis und werden gefordert sein, die Führung zu übernehmen. Sie bringen die nötige Stabilität und Erfahrung mit, um gegen den Außenseiter aus Südamerika bestehen zu können.

Kohlmann warnt vor unterschätzung
Bundestrainer Kohlmann mahnt zur Vorsicht: „Wenn man sich allein nur die Ranglisten anguckt, hat man vielleicht das Gefühl, dass es ein relativ entspanntes Wochenende wird. Wir müssen aufpassen und uns gut vorbereiten, damit wir nicht überrascht werden.“ Die Peruaner sind zwar nicht die Top-Favoriten, dürfen aber keinesfalls unterschätzt werden. Eine gute Vorbereitung und Konzentration sind entscheidend für den Erfolg.
Das team deutschland im überblick
Neben Struff und Hanfmann setzen die deutschen Verantwortlichen auf das starke Doppel Tim Pütz und Kevin Krawietz sowie die Nachwuchshoffnung Justin Engel. Diese Kombination aus Erfahrung und jungem Talent soll das Team zum Sieg führen. Die Aufstellung verspricht eine interessante Mischung und Flexibilität für die kommenden Aufgaben.
Struff und hanfmann als favoriten
Die Kräfteverhältnisse scheinen klar: Gegen Ignacio Buse (Weltranglistenplatz 98) und Gonzalo Bueno (217), beide 21 Jahre alt, sind Struff und Hanfmann, auf den Plätzen 84 und 93 der Weltrangliste, klare Favoriten. Allerdings ist es wichtig, diese Favoritenrolle auch auf dem Platz zu bestätigen und konzentriert zu bleiben. Die Peruaner verfügen über Talent und werden alles geben, um zu überraschen.
Justin engel – ein hoffnungsträger für die zukunft
Justin Engel, der 18-Jährige, darf seine zweite Davis-Cup-Luft schnuppern. Hanfmann sieht in ihm einen vielversprechenden Nachwuchsspieler: „Justin hat gezeigt, dass er immer besser wird. Ich glaube, dass es gut für ihn ist, mehr Erfahrung zu bekommen, damit er in den nächsten Jahren das Team mittragen kann.“ Auch wenn er dieses Mal wohl nur die Reservistenrolle einnehmen wird, ist er ein wichtiger Bestandteil der zukünftigen Planung.
Nächste herausforderungen im blick
Sollte Deutschland die erste Runde gegen Peru erfolgreich meistern, wartet im September die zweite Runde gegen den Sieger des Duells zwischen Dänemark und Kroatien. Danach ginge es zum Final-Turnier nach Bologna. Das letzte Mal gewann Deutschland den Davis Cup im Jahr 1993 – eine lange Zeit, die es zu beenden gilt.
