Dav sperrt drei skibergsteiger nach vorwürfen vom wettkampf

Der Konflikt im deutschen Skibergsteigen hat eine neue, bittere Dimension erreicht: Der Deutsche Alpenverein (DAV) hat drei Kader-Athletinnen und -Athleten, darunter Sophia Weßling und Felix Gramelsberger, vorläufig von internationalen Wettkämpfen ausgeschlossen. Genau jene drei, die zuletzt mit schweren Vorwürfen an die Öffentlichkeit gegangen waren. Das Timing hätte kaum brisanter sein können.

Was dem ausschluss wirklich vorausgegangen ist

Im April 2024 soll bei einem leistungsdiagnostischen Test einiges schiefgelaufen sein. Weßling und Gramelsberger berichten von gravierenden Mängeln bei Hygienestandards während Blutabnahmen, von nicht eingehaltenen Sicherheitsmaßnahmen bei Belastungstests. Erstmals sprachen sie darüber im Februar 2026 öffentlich in der Sportschau — ausgerechnet während die Skibergsteiger in Bormio ihre olympische Premiere feierten. Die Bühne war groß. Der Schaden für den Verband auch.

Nicht nur das: Die drei Athletinnen und Athleten stellten Strafanzeige wegen Nötigung und gefährlicher Körperverletzunggegen den Sportlichen LeiterHerrmann Gruber und den ehemaligen Bundestrainer Maximilian Wittwer. Die Staatsanwaltschaft Traunstein nahm Ermittlungen auf. Gruber bat selbst darum, von seinen Aufgaben freigestellt zu werden.

Die kanzlei, die angst und der schwierige balanceakt des dav

Die kanzlei, die angst und der schwierige balanceakt des dav

Bevor der DAV den Ausschluss verkündete, beauftragte er eine externe Kanzlei mit der Prüfung der eingegangenen Hinweise. Das Ergebnis ist heikel: Teils herrsche eine „Angstatmosphäre