Dallmann bleibt: bayerns mittelfeld-motor zieht bis 2027 durch
Linda Dallmann unterschreibt, der FC Bayern jubelt – und niemand im Klub zuckt mit der Schulter. Die Vertragsverlängerung bis Juni 2027 kommt zur rechten Zeit, denn die 31-Jährige liefert gerade die beste Saison ihrer Münchner Jahre ab. Sechs Tore, vier Vorlagen, durchschnittlich 11,3 km Laufleistung pro Spiel – die Zahlen sprechen eine klare Sprache.

Barcala gibt ihr das vertrauen zurück, das straus nahm
Unter Alexander Straus musste Dallmann häufig draußen bleiben, im Mai 2025 schob sie sogar ein Gedankenspiel nach Lissabon an. Dann kam José Barcala, setzte die kleine Dribbelkönigin sofort links neben der Sechser-Doppel-Sechs – und plötzlich blühte sie auf. „Er hat mir gegeben, was ich als Spielerin vermisst habe: die Freiheit, Risiko zu spielen“, sagt sie nach dem Pokal-Viertelfinal-Sieg in Hamburg. Christian Wück übersetzt das auf Nationalebene: In Ljubljana dirigierte sie das Tempo, gewann 78 % der Zweikämpfe und leitete beide Tore ein.
Die Kurve zeigt nach oben, doch die Karriere war kein Selbstläufer. 1,58 Meter Körpergröße – in einem Sport, der Größe liebt. Dallmann baute sich ein Kraftpaket, dokumentiert auf Instagram als @stahlmannlinda. Kniebeugen mit 110 Kilo, Sprinteinheiten im Hochgebirge, Ernährung down to the Gramm. „Ich wollte nie der größte sein, nur der unbequemste Gegner“, sagt sie.
Mit diesem Mindset holte sie vier Meistertitel, den Pokal und zwei Supercups. Giovane Elber, ihr Kindheids-Idol, schickte nach der letzten Meisterschaft eine WhatsApp-Sprachnote: „Weiter so, Kleine – du bist auf meiner Spur.“
Verlängerung hin, Routine her: Für Dallmann bleibt jedes Spiel ein Test. „Wenn ich nicht mehr brenne, höre ich auf – aber ich brenne gerade lichterloh“, sagt sie. Der FC Bayern sichert sich damit nicht nur eine Leistungsträgerin, sondern auch ein Symbol: Wer kämpft, bleibt. Und wer bleibt, kann Geschichte schreiben. München ist ihr Zuhause, der Bergblick aus der Wohnung im Grünwalder Stadtteil ihre tägliche Motivation. „Ich brauche keine neue Herausforderung. Die kommt jeden Samstag – in der Allianz Arena, mit 75.000 im Rücken.“
