Curling-schock in genf: totzek/sutor verpatzen sich!

Genf – Der Jubel vom Vortag, als das deutsche Duo Sixten Totzek und Kim Sutor sensationell gegen die Gastgeber Schweiz gewinnen konnte, wirkt verflogen. Bei der Mixed-Doubles-Weltmeisterschaft gab es am Sonntag eine deutliche Niederlage gegen Tschechien mit 5:10. Ein Rückschlag im Kampf um die Qualifikation für die K.o.-Runde.

Ausgeglichenes spiel bis ins sechste end

Bis zum sechsten End stand es tatsächlich noch ausgeglichen (5:5). Das deutsche Team, angeführt von Bundestrainer Uli Kapp, hielt das Spiel gegen das tschechische Paar Klima und Klimova, das selbst am Samstag gegen Italien eine knappe Niederlage hinnehmen musste, lange offen. Doch dann deutete sich der Wendepunkt an. Lukas Klima und Petra Klimova zeigten ihre Klasse und zogen in den beiden folgenden Ends unaufhaltsam davon. Die tschechische Strategie zahlte sich aus, während bei Totzek und Sutor zunächst die Antwort auf sich warten ließ.

Die Konsequenzen sind klar: Der Druck auf das deutsche Duo steigt. Nach der Auftaktpleite gegen Tschechien und dem nun verpassten Sieg gegen die Tschechen müssen Totzek und Sutor am heutigen Abend gegen Italien gewinnen, um ihre Hoffnungen auf ein Weiterkommen im Round Robin zu wahren. Die besten drei Teams aus den beiden Gruppen ziehen in die K.o.-Runde ein. Das Turnier endet am 2. Mai.

Für das Team des Deutschen Curling-Verbandes (DCV) geht es in erster Linie darum, den Klassenerhalt zu sichern. Nur die Teams auf den Rängen acht und neun müssen in Relegationsduellen um den Verbleib in der Weltspitze kämpfen – ein Szenario, das man aus deutscher Sicht vermeiden möchte. Die Klassifizierung auf Platz zehn bedeutet direkten Abstieg. Die Spannung im Curling-Bereich ist enorm, und die kommenden Spiele werden zeigen, ob Totzek und Sutor ihre Nerven behalten und das Ruder noch einmal herumreißen können. Die Zahl spricht für sich: Nur ein Sieg aus bisher zwei Spielen – das ist zu wenig, um von einem ernsthaften Titelrennen zu sprechen.

Muskatewitz’ rücktritt und die zukunft des curlings

Muskatewitz’ rücktritt und die zukunft des curlings

Neben den sportlichen Herausforderungen für Totzek und Sutor wirft der Rücktritt von Nationalteam-Skip Muskatewitz aus persönlichen Gründen weitere Fragen auf. Seine Einschätzung zum neuen Format des Mixed Doubles, die er kurz vor seinem Rücktritt äußerte, könnte jedoch wichtige Impulse für die strategische Ausrichtung des deutschen Curling-Teams geben.

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